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Ehrung

27.09.2017

Höchste Feuerwehr-Auszeichnung für Jürgen Schön

Kreisbrandmeister Jürgen Schön (rechts) hat am Montagabend von Regierungspräsident Karl Michael Scheufele das Steckkreuz erhalten.
Bild: Josef Schmid

Der Kreisbrandmeister erhält von Regierungspräsident Scheufele das Steckkreuz

Vielleicht weil sein Vater schon ein aktives Mitglied war. Es ist aber auch die Verbindung von Mensch und Technik, die Jürgen Schön fasziniert. So sehr, dass er sich seit 32 Jahren bei der Feuerwehr engagiert – mit Leib und Seele. Deshalb und weil er seit vielen Jahren als Kreisbrandmeister übergreifende Aufgaben übernimmt, wurde er am Montagabend von Schwabens Regierungspräsident Karl Michael Scheufele in Augsburg ausgezeichnet. Jürgen Schön hat das Steckkreuz, die höchste, bayerische Auszeichnung im Feuerwehrwesen, erhalten. Nur Kreisbrandrat Frank Schmidt hat das Gleiche.

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Schön: „Ich bin stolz, weil auch nur alle zwei Jahre sehr wenige Personen damit geehrt werden. Es ist eine Anerkennung für die Arbeit, die man macht. Es ist eine Auszeichnung für die Zeit, die man in seiner Freizeit für die Feuerwehren investiert.“ Bestimmt zwei Stunden sind es jeden Abend, die er sich für seine Tätigkeiten Zeit nimmt. Andere Hobbys? Fehlanzeige. „Die restliche Zeit nehme ich mir für meine Familie. Sie unterstützt mich bei meiner Tätigkeit, nur darum geht es auch“, erzählt Schön. Ehefrau Daniela war bei der Verleihung in Augsburg dabei. Dort verlas Regierungspräsident Scheufele die Laudatio.

1985 ist Schön seiner Heimatfeuerwehr Lauingen beigetreten. Seit 17 Jahren ist er zusätzlich als Kreisbrandmeister für den Landkreis Dillingen tätig. Er war, so Scheufele, maßgeblich beim Aufbau der „Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter“ im Landkreis beteiligt. 15 Jahre hat Jürgen Schön dort auch die Funktion des stellvertretenden Leiters ausgeübt. Seit neun Jahren kümmert er sich zudem um alle EDV-Angelegenheiten und seit 14 Jahren ist er Vorbenannter Örtlicher Einsatzleiter im Landkreis. „Alle genannten Ämter führten Sie in vorbildlicher Weise aus und Sie sind stets bereit, in allen Angelegenheiten des Brand- und Katastrophenschutzes aktiv mitzuwirken“, verlas Scheufele. Sein Können musste Jürgen Schön vor zwei Jahren mehr als unter Beweis stellen: Als Einsatzleiter koordinierte er 300 Einsatzkräfte beim Großbrand im Franziskanerinnen-Kloster Maria Medingen, bei dem eine Klosterfrau ums Leben kam. Der Schaden betrug etwa 20 Millionen Euro. Schön war 14 Stunden im Einsatz.

Kreisbrandmeister Schön freut sich sehr über die Auszeichnung, er sagt aber: „Allein geht es nicht. Wir sind ein Team. Bei der Feuerwehr sind alle gefragt – der Handwerker genau so wie der Ingenieur.“

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