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Holzheim

14.06.2019

Holzheim baut, saniert und spart

Die meisten Maßnahmen für das insgesamt 2,3 Millionen teure Ärztehaus in Weisingen sind abgeschlossen.
Bild: Karl Aumiller

Immer mehr Bürger in der Aschberggemeinde wollen bauen. Deshalb entstehen gleich drei neue Wohngebiete. Was das kostet und wann die Häuslebauer loslegen können.

Die Nachfrage ist hoch. Und die Gemeinde Holzheim möchte so viel Bürgern wie möglich den Traum vom Eigenheim erfüllen. Dafür investieren die Holzheimer heuer 310000 Euro in drei neue Baugebiete: „Lindenberg III“, „Ellerbach Ost“ und „Hartholz“. Alle werden in den nächsten Wochen erschlossen. „Natürlich ist in dieser Summe noch nicht alles bis zum fertigen Grundstück enthalten“, sagt Kämmerer Helmut Baum. Kanal- und Wasserkosten würden gesondert noch mit 460000 Euro dazu kommen, erklärt er weiter. Außerdem sind weitere 106000 Euro für die Fertigstellung der Baugebiete „An der Rohrwiese“, „Siebenbrunn West“ und „Kellerberg“ eingeplant.

Die Nachfrage nach Bauland ist in Holzheim hoch

Bürgermeister Erhard Friegel, der nach einer gesundheitlichen Pause inzwischen im Amt ist, sagt: „Der Haushalt, der Mitte April im Gemeinderat beschlossen wurde, ist sehr auf das Bedürfnis Wohnen ausgerichtet.“ Da die Nachfrage nach Bauland so hoch sei, könne man nur die Wünsche von Einheimischen berücksichtigen. „Erst einmal muss der Bedarf der eigenen Bürger befriedigt werden“, sagt Friegel. Die Gemeinde sei immer auf der Suche, doch passende Flächen zu finden, sei nicht einfach. 600000 Euro hat Holzheim vorsorglich für den Erwerb von potenziellem Bauland in diesem Jahr ins Budget eingeplant.

2019 ist in der Aschberggemeinde auch das Jahr der Straßen. „Die Ausschreibung des Geh- und Radweges zwischen Holzheim und Weisingen ist zwar gescheitert, im Haushalt eingeplant ist die Maßnahme trotzdem mit knapp 150000 Euro“, so Baum. Leider seien die ersten Angebote zu teuer gewesen, weshalb die Gemeinde beschlossen habe, die Maßnahme im Herbst erneut auszuschreiben.

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Auch Straßensanierungen sind im Etat der Gemeinde eingeplant

Bürgermeister Friegel ergänzt, dass außerdem der Fahrbelag der Ortsverbindungsstraße zwischen Eppisburg und Ellerbach für 300000 Euro erneuert werden solle. „Die Gemeinde versucht laufend, die bestehenden Straßen zu sanieren, und das ist uns in den vergangenen Jahren auch gut geglückt.“ Man sei eine „Sanierungsgeneration“, betont Friegel. Deshalb wolle man Straßen lieber pflegen, statt neu zu bauen. Dieselbe Strategie habe die Gemeinde auch beider Straßenbeleuchtung in den Ortschaften verfolgt. Der Rathauschef sagt: „Das Meiste haben wir schon ausgetauscht.“ Für die letzten Maßnahmen wären knapp 40000 Euro im Etat eingeplant.

Ein weiteres Großprojekt ist die Erneuerung des Pausenhofes der Aschbergschule in Weisingen. In den dafür eingeplanten knapp 192000 Euro ist außerdem die Anschaffung von neuer EDV-Ausstattung für den Unterricht enthalten. Investiert soll auch in Geräte für den Bauhof werden. Mit 120000 Euro soll der Fuhrpark auf den aktuellen Stand gebracht werden. „Der Gerätebestand ist inzwischen teilweise schon veraltet, deshalb könnten Neuanschaffungen in diesem Jahr bevorstehen“, erklärt Baum.

Warum auch Eigeninitiative wichtig für die Gemeinde ist

Auch Renovierungsarbeiten sind im Haushalt als zentrale Maßnahme enthalten, so Bürgermeister Friegel. Die Sanierung der Gemeindehäuser in Eppisburg und Ellerbach ist mit insgesamt knapp 70000 Euro eingeplant. Für das Haus in Ellerbach übernehme die Gemeinde die Materialkosten. Die Landjugendgruppe würde in Eigeninitiative renovieren, sagt Friegel. Für das Vereinszentrum in Holzheim sind ebenfalls 50000 Euro für Sanierungsaufgaben im Etat vorgesehen. Für das insgesamt 2,3 Millionen teure Ärztehaus in Weisingen, in das inzwischen alle Mieter eingezogen sind, plant die Gemeinde weitere 500000 Euro ein. Friegel: „Die meisten Maßnahmen sind schon abgeschlossen.“

Die Rücklagen von knapp zwei Millionen Euro wird die Gemeinde trotzdem nicht aufbrauchen, erklärt Kämmerer Baum. Einen Kredit in Höhe von 250000 Euro habe man vorsichtshalber trotzdem – das erste Mal seit vielen Jahren – eingeplant. „Gerade für den Erwerb von zusätzlichem Bauland könnten wir das Geld brauchen“, sagt Bürgermeister Friegel. Spätestens wenn Grundstücke verkauft werden, komme das Geld zurück. Ansonsten stehe man „ziemlich gut“ da, betont er. Seit 2011 ist Holzheim schuldenfrei.

Was außerdem in den Aschberggemeinden passiert, lesen Sie hier:

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