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Konzert

22.12.2016

Im Advent musikalisch nach Höherem streben

Michael Finck dirigierte Orchester und Chöre des St. Bonaventura-Gymnasiums Dilingen beim Adventskonzert im Lauinger Martinsmünster.
Bild: Gernot Walter

Chöre des St. Bonaventura-Gymnasiums überzeugen im Martinsmünster mit anspruchsvollem Programm

Als drei Schüler von der Kanzel des Martinsmünsters die Botschaft des Engels musikalisch verkündeten, war der Höhepunkt des Adventskonzertes erreicht. In Monteverdis „Ave maris stella“ hatten zusätzlich 110 Choristen von BonaVoce und CHORios gemeinsam mit den 14 Streichern des Bon-Arco-Orchesters achtstimmig triumphiert.

Die Schulfamilie des St. Bonaventura-Gymnasiums füllte komplett die „größte und schönste gotische Hallenkirche zwischen Ulm und Ingolstadt“. So bezeichnete Stadtpfarrer Raffaele de Blasi in seiner Begrüßung das Gotteshaus, in der die Musik den Strebepfeilern gleich hoch führen solle zu Gott.

Beim diesjährigen vorweihnachtlichen Konzert legten die Verantwortlichen ihr Augenmerk auf die Chormusik.

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Angeregt von dem Workshop mit den englischen Blenheim Singers wollten Alexandra Finck mit PrimaBona (5. Klassen) und Prima Bona 6/7, Michael Finck mit Bona Voce und CHORios (mit ehemaligen Bona-Absolventen) die Entwicklungsarbeit von der Unterstufe über die Mittelstufe bis hin zur Semiprofessionalität aufzeigen.

Dem Streichorchester unter der temperamentvollen Leitung von Filip Marius wurde ein beschwingtes Intermezzo zugestanden, das es mit Evergreens von Leroy Anderson einschmeichelnd nutzte. Ansonsten stützte ein elektrisches Klavier (zum Teil als Orgel verwendet) die Chorauftritte. Anke Konrad und Deborah Finck begleiteten zuverlässig und sicher. Die Querflöte (Valerie Dahlitz 7a) umspielte gekonnt.

Die 44 Jüngsten aus den 5. Klassen sangen äußerst diszipliniert, aufmerksam und tadellos ihre modernen Weihnachtslieder und gestalteten vorbildlich den Kehrvers des „Magnificat“ in Abwechslung mit den Psalmversen. Sehr gut einstudiert hatten die 60 Sechst- und Siebtklässler das Motto des Abends „Jubilate Deo“ (Agazzari).

Wie auch in „Santa Maria“ (Massentio) glänzten sie mit erhebender Dreistimmigkeit samt Streichertrio, imponierendem Halleluja (J. Rutter), einfühlsamem Nachtgesang (nach Rameau) und elektrisierendem Spiritual „O Happy day“. Die 75 Bona Voce-Singers (Leitung: Michael Finck) warteten mit einem reizvollen Vergleich auf (Palestrina versus Dobrogosz).

Hier Renaissance-Polyphonie, dort neuzeitliche rhythmisch-starke Steigerung. Summchor, Überstimmen, reiner Männerchor sowie homophone Schönheit prägten „Der Mond ist aufgegangen“, unterstützt von CHORios. Michael Fincks Vorzeigechor erhob den Abend in den Rang des Außergewöhnlichen.

Mystisch verklärt „O magnum mysterium“ vom zeitgenössischen M. Lauridsen und nobel-stimmig mit gleichem Titel von L. Victoria aus dem Jahre 1572. Wunderschöne Arrangements von „Guten Abend, gut Nacht“ sowie beim nordeuropäischen Entwurf „Stilla natt“. Zur Freude aller der vom Komponisten und Bona-Schüler Julian Beutmiller dirigierte Chorsatz „Ave maris stella“ mit Text von Heimatdichter Alois Sailer.

Der Jungstar bewies ausgesprochenes Talent, seine moderne Tonsprache setzte er mit CHORios leidenschaftlich um. Bei der gehaltvollen musikalischen Veranstaltung war Schulleiter Franz Haider voll des Lobes über die Leistung der Aktiven.

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