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Erinnerung

16.09.2013

Im Gedenken an einen „Häuptling“ der Stadt Höchstädt

Im engsten Kreise wurde gestern Vormittag ein Bild des verstorbenen Ehrenbürgers Georg Strobel im Heimathaus in Höchstädt enthüllt.
Bild: Bronnhuber

Gestern wurde im Heimathaus ein Bild des verstorbenen Georg Strobel enthüllt

Indianer finde man schnell, den Häuptling schwieriger. Mit Georg Strobel habe die Stadt Höchstädt einen hervorragenden Häuptling gefunden, der sich jahrzehntelang verdient gemacht habe, so Bürgermeisterin Hildegard Wanner. Und weiter: „Genau deshalb werden wir uns immer an ihn erinnern und ihn in unseren Herzen tragen.“ Aus diesem Grund wurde gestern Vormittag in einer kleinen Feierstunde ein Bild des verstorbenen Ehrenbürgers Georg Strobel im Höchstädter Heimatmuseum enthüllt – im Kreise seiner Familie, von engen Freunden, Stadträten, Vertretern der Heimatmuseumsaufsicht sowie dem Historischen Verein. Auch Höchstädts Ehrenbürgerin Loni Grünbeck nahm an der Feier zu Ehren Strobels teil.

Georg Strobel, ein gebürtiger Weisinger, kam 1965 nach Höch-städt und unterrichtete bis zum Renteneintritt als Oberlehrer an der Schule. 1980 wurde er von Alt-Bürgermeister Gerhard Kornmann zum Heimatpfleger ernannt, ein Jahr später war er der verantwortliche Organisator der 900-Jahrfeier. Außerdem war es Strobel, der das jetzige Heimatmuseum erdacht, gestaltet und ins Leben gerufen hat. „Er hat es geschafft, sein Feuer, das in ihm brannte, auf andere zu übertragen. Das hat er hervorragend verstanden“, sagte die Bürgermeisterin. Deshalb habe er immer viele Helfer für seine Projekte motivieren können. Auch, als er das Zinnfiguren-Diorama erstellt hat. „Es ist weltweit bekannt und zieht Besucher aus der ganzen Welt an. Das haben wir ihm zu verdanken.“ Deshalb habe ihm die Stadt Höchstädt erst den Bürgerbrief, dann die Bürgermedaille verliehen und ihn schließlich zum Ehrenbürger ernannt.

Bis 2010 war Georg Strobel Höchstädts Heimatpfleger, 30 Jahre lang war er der Leiter des Heimatmuseums. Seit 1995 betreute er außerdem die Schlosskapelle. Im Mai dieses Jahres ist er im Kreise der Familie im Alter von 87 Jahren verstorben. Der Historische Verein, unter Leitung von Michaela Thomas, hat sich nun darum gekümmert, dass das Bild von ihm einen Ehrenplatz in seinem „zweiten Zuhause“ findet. „Das war sein Lebenswerk. Sein ganzes Engagement und Tun steckt im Heimatmuseum. Deshalb werden wir ihn immer im Herzen tragen“, so Thomas.

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