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Bürgermeister

14.02.2018

Im Höchstädter Rathaus ist schon lange Wahlkampf

Am 25. Februar ist Bürgermeisterwahl in Höchstädt. Dann entscheiden die Bürgerinnen und Bürger der kleinen Donaustadt, ob Matthias Letzing (CSU) oder Gerrit Maneth (Freie Wähler) der neue Rathauschef wird. Schon jetzt haben die Mitarbeiter im Rathaus alle Hände voll mit der Wahl zu tun.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Mitarbeiter haben alle Hände voll damit zu tun, dass ihr neuer Chef am 25. Februar gewählt werden kann. Von Briefwahl bis Telefonhotline – die Aufgabenliste ist lang

Markus Grob war auch dabei. Er will ja wissen, wie sein künftiger Chef tickt. Bei der Podiumsdiskussion unserer Zeitung, bei der die beiden Bürgermeisterkandidaten Matthias Letzing (CSU) und Gerrit Maneth (Freie Wähler) auf der Bühne in der Nordschwabenhalle sich den Fragen stellten, war das Interesse der Bürger groß. Hunderte potenzielle Wähler verfolgten die Diskussion – auch Grob und seine Kollegen aus dem Höchstädter Rathaus. „Es war spannend und interessant“, sagt der Teamleiter des Bürgerbüros. Er selbst dürfe zwar seinen künftigen Chef nicht wählen, weil er nicht in Höchstädt lebt, dennoch ist die Bürgermeisterwahl, die am 25. Februar ist, das Thema Nummer eins. Seit Wochen. „Nicht nur außerhalb des Rathauses, sondern auch intern“, verrät Grob. Auch, weil die Mitarbeiter jede Menge Arbeit damit haben. „Es ist knackig. Es geht Schlag auf Schlag.“

Regelmäßig trifft sich der Wahlausschuss, alle Unterlagen müssen fristgerecht abgeschickt, Vorschriften beachtet, die Fragen der Bürger täglich beantwortet werden und die Vorbereitungen für den Wahlsonntag laufen auf Hochtouren. „Es läuft alles parallel zur normalen Arbeit“, erzählt Grob. Der Teamleiter kümmert sich unter anderem um die Einteilung seiner Mitarbeiter und Wahlhelfer, er kennt aber auch alle wichtigen Zahlen. Deshalb weiß er, dass aktuell 631 Bürger, die wahlberechtigt sind, die Briefwahl beantragt haben – 302 Unterlagen sind schon wieder zurückgekommen. Bis spätestens am Wahlsonntag, 18 Uhr, können die Briefwahlunterlagen abgegeben werden, bis spätestens den Freitag vorher, 23. Februar, 15 Uhr, kann die Briefwahl beantragt werden.

Von den insgesamt rund 5150 Wahlberechtigten haben aktuell in der Stadt Höchstädt 521 Briefwahl beantragt, in Deisenhofen 56, in Oberglauheim 15, in Schwennenbach 14 und in Sonderheim 25. Grob fügt hinzu: „Dieses Mal dürfen bei der Kommunalwahl auch wieder die EU-Bürger mitwählen. Sie werden zur Statistik dazugezählt und dürfen keinesfalls vergessen werden.“ In Zahlen sind dies rund 200 mögliche Kreuzchen. Voraussetzung für alle Wahlberechtigten: Sie müssen, so erklärt es Markus Grob, mindestens zwei Monate vor der Wahl in Höchstädt gewohnt haben. Stichtag ist in diesem Fall der 25. Dezember 2017. Jeden Tag kontrolliert der Rathausmitarbeiter die Liste der Wähler und muss sie aktualisieren – bei Wegzug oder Todesfall entfällt die Wahlberechtigung.

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Gleichzeitung organisiert Grob mit seinem Team und Wahlleiter Achim Oelkuch den Tag der Wahl. Rund 80 Verwaltungsangestellte und Wahlhelfer sind eingeteilt und müssen vorher geschult werden. In jedem Stadtteil gilt es je ein Wahllokal einzurichten, in der Stadt Höchstädt gibt es zwei Anlaufstellen. Von 8 Uhr bis Wahlende muss am 25. Februar zudem eine telefonische Hotline dauerbesetzt sein. Langweilig wird es den Rathausmitarbeitern gerade definitiv nicht, wie Markus Grob erzählt. „Es ist auch wichtig, dass alles korrekt abläuft. Bei der Wahl dürfen keine Fehler passieren.“ Das Wahlgeheimnis muss gewahrt werden, die Kabinen dürfen nicht einsehbar sein, in die Urne darf nichts anderes geworfen werden und jeder Wähler sollte nur einen Stimmzettel bekommen. „Wir setzen auf ein bewährtes Team und wir arbeiten bei jeder Wahl sehr pflichtbewusst – auch wenn wir natürlich schon sehr neugierig sind, wer der neue Bürgermeister wird. Es geht ja um unseren zukünftigen Chef“, so Grob. Der dritte Chef innerhalb drei Jahren.

Wer sein neuer Vorgesetzter im Rathaus wird, weiß Markus Grob als Allererstes am Wahlsonntag. Er hat die verantwortliche Aufgabe, die Ergebnisse am Computer aus allen Wahllokalen zusammenzuführen. Er sieht das vorläufige Endergebnis, welches Wahlleiter Achim Oelkuch bekanntgeben wird. „Ich bin gespannt“, sagt er und lacht.

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