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Zeitungsente

27.03.2013

Im Kneipp-Kindergarten

Paula im Kneippkindergarten Bissingen
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Paula im Kneippkindergarten Bissingen

Paula Print will wissen, wie das Pädagogikmodell der fünf Säulen des Wasserdoktors umgesetzt wird.

Von Horst von Weitershausen

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Bissingen Den Kneippkindergarten in Bissingen besuchen steht auf dem heutigen Tagesplan von Zeitungsente Paula Print. Bereits bei der Fahrt in die Marktgemeinde schnabuliert die Zeitungsente dauernd das Wort Wasserdoktor und Wasserspiele vor sich hin und rutscht auf der Rückbank freudig hin und her.

„Die im Kneippkindergarten haben doch sicher einen schönen Teich, in dem ich ein wenig Hin und Her schwimmen kann“, meint Paula, doch als sie am Ziel angekommen aus dem Auto hüpft, ist ihr das Schwimmen vergangen, denn in Bissingen herrscht starkes Schneetreiben und es bläst ein eisiger Ostwind. „Bloß rein in die gute Stube zu den Kindern“, schnattert bibbernd die Ente und begrüßt noch am Eingang Bissingens Bürgermeister Michael Holzinger.

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Der ist heute gekommen, um den pädagogischen Kräften ihre Zertifikate als „Gesundheitserzieherin“ oder „Gesundheitsreferentin“ auszuhändigen, die sie im Rahmen einer vier-tägigen Fortbildung in der Kindertageseinrichtung zum Thema „Kneipp – Gesundheit für Kinder“ der Sebastian Kneipp Akademie von Bad Wörishofen erworben haben. „Ha, und wo ist nun das Wasser des Herrn Kneipp, damit ich wenigstens ein wenig rumpanschen kann“, fragt Paula die Kita-Leiterin Hildegard Konrad. „Also ein richtiges Kneippasserbecken haben wir bis jetzt noch nicht“, erzählt Hildegard Konrad der Zeitungsente, und fügt hinzu, dass es sich bei einem Kneippkindergarten um ein pädagogisches Konzept handele, das auf dem Prinzip der fünf Säulen Sebastians Kneipp beruhe. „Wasser - Ernährung - Bewegung - Kräuter - Lebensordnung.“

„Ein Konzept, nach dem ich schon immer lebe“, schnattert Paula und stellt sich recht angeberisch in Position. „Ich liebe Wasser, futter gerne, auch Kräuter, bin für meine Reportagen laufend in Bewegung und fühle mich in unserer Redaktion wohl.“ „Das kommt dem Konzept für unsere Kinder schon sehr nahe“, sagt die Kita-Leiterin und erklärt Paula, dass Wasser zur Stärkung des Immunsystems der Kinder, zum Beispiel durch Tautreten und Armbäder wichtig sei. Bei der Ernährung sollten nicht nur für die Kinder gesunde Lebensmittel auf den Tisch kommen, so etwa anstelle von Weizen – Dinkel oder Hirse und auch Vollkornprodukte sollten bevorzugt werden.

„Oh ich liebe Dinkel- und Hirsekörner“, schnattert Paula den Kindern zu, und bei der Säule Bewegung reiht sie sich zwischen den Kindern ein und macht bei den Übungen zum „Luftbaden“ mit. „Bei den Kräutern bevorzugte Pfarrer Kneipp zwölf heimische Pflanzen, die bei Erkältung aber auch in der Küche zum Wohlbefinden eingesetzt werden können“, erklärt Erzieherin Patricia Hertle der Zeitungsente und zur fünften Säule, der Lebensordnung zählten die täglichen Rituale, wie etwa ein Aufräumen vor Kindergartenschluss, die wechselnden Jahreszeiten und ganz wichtig, das Wohlfühlen der Kinder in der Gruppe. „Gute Sache, das pädagogische Konzept des Wasserdoktors Sebastian Kneipp“ pflichtet Paula in sonorem Schnatterton Bürgermeister Michael Holzinger bei, der ihr noch erzählt, dass die Gemeinde voll hinter der neuen pädagogischen Ausrichtung in der Kita stehe und daher auch die Kosten der Weiterbildung für die elf pädagogischen Kräfte der Kita übernommen habe.

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