Gegnercheck

03.07.2014

Im Land der Baguettes

Mit unserem heutigen Viertelfinalgegner Frankreich haben sich die Kinder vom Montessori-Kinderhaus in Gundelfingen beschäftigt.
Bild: Gaugenrieder

Warum sich die Gundelfinger Kinder sicher sind, dass wir den Franzosen Adieu sagen

Samuel hat extra ein Baguette mitgebracht. Denn das ist eine Spezialität, die man zwar auch gerne in Gundelfingen isst, die eigentlich aber aus Frankreich kommt. Und mit diesem Land, aus dem unser Gegner im WM-Viertelfinale kommt, haben sich die Kinder im Montessori-Kinderhaus in Gundelfingen ganz genau beschäftigt.

Da gibt es nicht nur Baguette, wie Samuel weiß, sondern auch die leckeren Croissants. Und noch eine andere süße Verführung haben die Franzosen uns geschenkt: Crèpes. Die gibt es immer beim Sommerfest des Kindergartens, wie Heidemarie Hitzler sagt. Den berühmten Wein der Franzosen haben die Kinder natürlich noch nicht gekostet. Wohl aber den Käse. Und auf Froschschenkel oder Schnecken haben sie ohnehin keinen Appetit und verziehen allein schon bei der Erwähnung das Gesicht. Doch wo liegt dieses Frankreich denn eigentlich? Ist das sehr weit weg. „Nein, das ist unser Nachbarland“, sagt Robin. Und gesprochen wird dort Französisch. „Meine Tante ist aus Frankreich, deswegen weiß ich das.“ Dass man nach Frankreich auch mit dem Auto oder dem Zug fahren kann, das freut Aaron ganz besonders. Er fährt nämlich bald mit seinen Eltern nach Paris, wie er stolz erzählt. Paris, das wissen die Gundelfinger Kinder, ist die Hauptstadt von Frankreich. Und auch die größte Sehenswürdigkeit dort kennen fast alle: „der Eifelturm“, schallt es durch den Raum. Wie genau der aussieht, das weiß wiederrum Jakob. Der hat ein kleines Modell seines Opas mitgebracht. Auch, wenn der Eifelturm natürlich in Wirklichkeit viel größer ist und man bestimmt ganz schön aus der Puste ist, wenn man die ganzen Treppen hinaufsteigt. Aber es gibt ja auch einen Aufzug. Den können dann auch die ganzen Liebespaare nehmen. Denn Paris, das verrät Anna, ist schließlich auch die Stadt der Liebe.

Und deshalb wird es den französischen Spielern auch nicht so schwer fallen, wenn sie nach dem Viertelfinale dorthin zurückkehren müssen. Dass sie das müssen, ist für die Kinder klar. Sie tippen auf 3:1 für Deutschland. Schließlich, sagt Jakob, spielt ja Franck Ribery gar nicht mit. Und allein schon deshalb, glauben die kleinen Fußballfans, die sich für den Besuch der Donau-Zeitung schon in schwarz-rot-gold gewandet haben, dass die deutsche Elf den Franzosen „Adieu“ sagen wird. Dann starten Jogis Jungs selbstverständlich durch. Bin ins Finale. Und zum Titel.

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