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Kommunalpolitik

25.01.2019

Im Westen was Neues, Polder und Holz

Der Lauinger Stadtrat hat nicht nur über die Herzog-Georg-Straße gesprochen

In seiner Sitzung am Dienstag hat der Lauinger Stadtrat beschlossen, dass ein projektbezogener Ausschuss für das aktuell größte Projekt der Kommune, die Umgestaltung der Herzog-Georg-Straße eingerichtet werden soll (wir berichteten). In der Sitzung kamen weitere Punkte zur Sprache:

Die Stadt hat Regeln für das Baugebiet im Westen geändert. Einige Bauherren waren mit Wünschen an die Stadt herangetreten, die nach dem bisherigen Bebauungsplan nicht erfüllbar waren. Wie Martina Bahmann vom Stadtbauamt erklärte, wolle man „den Wünschen entgegenkommen, aber die städtebauliche Ordnung wahren“. Für die Grundstücke im inneren Bereich des Baugebietes sollen nun Walmdächer, Satteldächer und Flachdächer erlaubt werden. Dafür sind die vorgesehenen zwei Vollgeschosse zwingend. Bei den Dachziegeln sollen weitere Farben erlaubt werden. Neben roten Ziegel sind nun auch graue und braune Töne in Ordnung. Bei anderen Grundstücken war bisher vorgesehen, dass alle Häuser genau fünf Meter von der Grundstücksgrenze entfernt gebaut werden. Stattdessen werden die fünf Meter nun als Mindestabstand festgesetzt. Der Änderungsantrag wurde einstimmig angenommen. Zweiter Bürgermeister Dietmar Bulling fragte, wann dort gebaut werden kann. Stadtbaumeisterin Birgitta Neurohr antwortete: „Im Frühjahr wird die Straße wohl ihre erste Asphaltschicht haben, dann kann im Prinzip gebaut werden.“ Bulling fragte weiter, wie die Nachfrage nach den Grundstücken sei. 25 der 40 Bauplätze gehören der Stadt. Von diesen, so erklärte es Kämmerer Karlheinz Bunk, seien fünf verkauft. Auf der Warteliste stünden aktuell 15 Interessenten.

Die beiden Einrichtungen haben über ihre Tätigkeiten berichtet. Ulla Seeßle vom Quartiersbüro erzählte von gelungenen Aktionen wie etwa dem „Pickmit in Pink“. Außerdem soll es eine Ausstellung des Quartiersbüro geben: Demnächst werden zwölf von Künstlern bemalte Straußeneier gezeigt. Eine Idee sei, die kunstvollen Straußeneier zu versteigern und vom Erlös Plastikeier zu kaufen. Denn der Kulturmarkt benötigt für sein Weltrekord-Osternest 10000 neue Eier. Sabine Kettler erzählte von Projekten wie der Jugendbefragung, die das Jugendcafé 2018 organisiert hat. Auch die U18-Wahl sei ein Erfolg gewesen – für die Europawahl im Mai sei wieder eine Teilnahme geplant. Alle Fraktionen dankten den beiden für ihr Engagement. FDP-Fraktionsvorsitzende Claudia Stocker fragte, wie viele Kinder das Jugendcafé aktuell besuchen. „Pro Tag etwa 15“, sagte Kettler. Aktuell gebe es einen Generationenwechsel, es kämen gerade auch Jüngere, ab zehn Jahren.

Martin Knecht von der SPD sprach das Thema Flutpolder an. Wie bereits in der Sitzung vor Weihnachten forderte er, sich als Stadt und vor allem mit dem Aktionsbündnis zu positionieren und laut zu äußern. „Andere tun da aktiv etwas, wir sind da arg ruhig.“ Lauingen ist mit dem Flutpolderstandort Helmeringen von den Hochwasserschutzplänen betroffen. In die Debatte war neuer Zündstoff gekommen, als die schwarz-orangene Staatsregierung vereinbart hatte, drei der zwölf geplanten Flutpolder zu streichen. Bürgermeisterin Katja Müller erklärte, sie habe bereits mit dem Landrat gesprochen, der ein Gespräch mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger führen will. Im März werde das nächste Gutachten kommen, dann könne man das Thema konkreter besprechen.

Zweiter Bürgermeister Dietmar Bulling beklagte sich über die Situation der Bushäuschen an den Ortseinfahrten. „Das sieht verdammt schlimm aus“, sagte er. Katja Müller stimmte zu, dass die Situation geändert werden muss. Eine Möglichkeit: Die Stadt wolle sich an einer Aktion des BR beteiligen, bei der es darum geht, Herzensprojekte der Stadt mit den Bürgern umzusetzen.

Am Auwaldsee-Parkplatz liegt Holz. Und das, so erklärt es SPD-Vorsitzender Markus Stuhler, nun schon seit einem guten Jahr. Es handele sich um verkaufte Baumstämme, die der Käufer nicht abgeholt hat. Die Stadtverwaltung will nun darauf einwirken, dass der Besitzer der Stämme diese abholt.

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