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Literatur

08.11.2011

In 30 Sekunden die Welt erklären

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„Radio machen“

Die Gundelfingerin Sandra Müller arbeitet für den SWR und hat jetzt ein Buch geschrieben – eine Anleitung zum Radio machen

Tübingen/Gundelfingen „Radio machen ist was für Alleskönner: Sie erklären in 30 Sekunden die Lage der Welt und erfüllen wenig später den Musikwunsch einer Hörerin. Sie interviewen Bürgermeister und Popstars und befragen Wildfremde auf der Straße.“ Diese Sätze stehen auf der Internetseite www.radio-machen.de. Sie verweisen auf das Buch „Radio machen“, das Sandra Müller geschrieben hat.

Abitur am „Sailer“

Die Autorin stammt aus Gundelfingen, legte 1992 am Johann-Michael-Sailer-Gymnasium das Abitur ab, arbeitete zwei Jahre lang für RT.1 Nordschwaben, ND1 (Neuburg/Donau) und Radio IN (Ingolstadt), studierte an der Uni Tübingen Rhetorik, Geschichte und Politik, ist seit 1995 Reporterin, Redakteurin und Moderatorin beim SWR und war 2007 Mitbegründerin der Initiative „Fair Radio“, die sich für mehr Glaubwürdigkeit im Hörfunk einsetzt. Sandra Müller lehrt an der Medienakademie Düsseldorf und unterrichtet bei Lernradio Karlsruhe.

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Ihr Buch „Radio machen“ erschien in der Reihe „Wegweiser Journalismus“ der UVK-Verlagsgesellschaft Konstanz. Es vermittelt Studenten, Praktikanten und Berufseinsteigern praktische Tipps für alle Varianten der täglichen Radio-Arbeit. An Beispielen wird gezeigt, wie eine Meldung formuliert werden sollte, welche Kriterien eine Umfrage erfüllen muss, wie Tonaufnahmen geschnitten und montiert werden, wie eine Hörfunkaufnahme im Studio abläuft, was bei Live-Sendungen zu beachten ist und wie der Moderator Lust aufs Zuhören vermittelt. Eingefügt in die einzelnen Kapitel werden farblich unterlegte Abschnitte mit Merksätzen und Anregungen. Die Anleitungen zu perfekter Rundfunkarbeit werden ergänzt mit Hinweisen auf häufige Fehler. Eindrucksvoll dokumentiert das Buch das Engagement der Autorin für journalistisches Verantwortungsbewusstsein und redaktionelle Redlichkeit.

Diese Ziele verfolgt Sandra Müller auch als Mitbegründerin von „Fair Radio“. In einem Interview, das von der Bundeszentrale für politische Bildung ins Internet gestellt wurde, betont Sandra Müller: „Wer nach ethischen Grundsätzen fragt, erntet oft nur genervtes Augenrollen. Schließlich haben wir Radiomacher Produktionsdruck. Aufgezeichnete Interviews als Live-Gespräche verkaufen? Das machen doch alle! Unlauter ist es trotzdem, finde ich. [...] Ich bin Idealist. Ich denke, dass sich gemeinsam was verändern lässt.

Wir müssen dahin kommen, dass engagierte Radiomacher, die unser Alltagsgeschäft und unsere alltäglichen Produktionsmethoden hinterfragen, nicht als Nestbeschmutzer gelten. Wir müssen den Idealisten Mut machen, sich ihren Idealismus zu bewahren.“

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