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Bachhagel

14.02.2020

In Bachhagel sind zwei Großprojekte in den Startlöchern

Die Bachtal-Grundschule in Bachhagel sollte eigentlich bereits im vergangenen Jahr saniert werden. Doch es gab Probleme mit Fördergeldern. Heuer sollen die Arbeiten nun über die Bühne gehen.
Bild: Andreas Schopf (Archiv)

Plus Bachhagel will in diesem Jahr die Sanierung der Grundschule und den Kindergarten-Anbau angehen. Dafür muss sich die Gemeinde erstmals seit Jahren verschulden.

Seit zwölf Jahren ist die Gemeinde Bachhagel fast durchgehend schuldenfrei. Jetzt, zum Ende der Amtszeit von Bürgermeisterin Ingrid Krämmel, wird sich das voraussichtlich ändern. Dies liegt an zwei Projekten, die in diesem Jahr den Haushalt belasten.

Bachhagel will Grundschule sanieren

Zum einen die Sanierung der Bachtal-Grundschule, zum anderen der Anbau des Kindergartens. Informationen zu den Vorhaben verkündete Krämmel am Donnerstagabend vor knapp 60 Besuchern im Rahmen der Bürgerversammlung im Brauereistadel – es war ihre letzte als Rathauschefin. Zu den Wahlen wird sie nicht antreten.

Die Generalsanierung der Grundschule sollte eigentlich bereits im vergangenen Jahr angegangen werden. Doch es gab Probleme mit Fördergeldern. „Wir hoffen, dass es in diesem Jahr endlich so weit ist“, sagte Krämmel. Noch immer herrsche in dieser Angelegenheit keine Planungssicherheit. Laut der Rathauschefin wartet man derzeit auf eine baufachliche Stellungnahme der Regierung von Schwaben. Erst dann könnte es losgehen. Die Gemeinde rechnet hierbei mit Gesamtkosten von gut drei Millionen Euro. Planmäßig soll es eine Förderung von gut 1,9 Millionen Euro geben. „Das wissen wir aber noch nicht sicher“, so die Rathauschefin. Parallel zu diesen Vorhaben soll auch die Heizung der Gemeindehalle saniert werden.

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Erweiterung des Kinderhauses kostet wohl 1,4 Millionen Euro

Zweites großes Projekt in Bachhagel sind der Anbau und die Erweiterung des Bachtal-Kinderhauses. Nach derzeitiger Planung rechnet die Gemeinde mit Kosten von gut 1,4 Millionen Euro sowie mit einer Förderung von 800000 Euro. Nach derzeitigem Stand sollen die Arbeiten für den Rohbau bis Juni beginnen. Vorarbeiten könnten, je nach Wetter, bereits im April losgehen, so Krämmel.

Vor allem um diese beiden Vorhaben zu finanzieren, muss die Gemeinde Schulden aufnehmen. In Bachhagel etwas besonderes. Seit dem Jahr 2008 war man mit nur einer einzigen Ausnahme jedes Jahr schuldenfrei. Das ändert sich nun. Planmäßig nimmt die Gemeinde heuer einen Kredit von 1,8 Millionen Euro auf. Außerdem wird man voraussichtlich 2,3 Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen.

Bürgerin kritisiert Verschuldung

Die für Bachhagel ungewohnte Verschuldung sorgte für eine kritische Rückmeldung von einer Bürgerin. „Mir scheint es, dass dieses Geld fest verplant ist und wir in Zukunft nicht mehr viele Gestaltungsmöglichkeiten haben“, meldete sich Ilse Mattern zu Wort. Bürgermeisterin Krämmel betonte, dass sowohl beim Kindergarten als auch bei der Schule Handlungsbedarf besteht. Um diese Projekte anzugehen, müsse man Geld in die Hand nehmen.

Stefan Schneid kritisierte, dass der Baumbestand in Richtung Friedhof abgenommen hat. „Was geschieht da?“, wollte er wissen, und wies darauf hin, dass die Bäume „schmerzlich vermisst werden“. Krämmel erklärte, dass lediglich Bäume entfernt worden sind, die krank und kaputt waren. Es werde auf den neuen Bürgermeister zukommen, den Weg zum Friedhof neu zu gestalten. „Es wäre schade, wenn man jetzt etwas pflanzt, und dann wird ganz anders geplant.“ Thema auf der Versammlung war auch das Kanalsystem. Helmut Urban erkundigte sich, wie viel Geld die Gemeinde für die Sanierung von Kanal- und Wasserleitungen eingeplant hat. Laut Krämmel seien dafür noch keine Gelder eingestellt worden. Man müsse zunächst die Kanäle befahren, um ein Sanierungskonzept zu erstellen. Dietmar Burkhard stellte klar, dass aus seiner Sicht die Kanäle in einem guten Zustand seien. Nur bei den Trinkwasserleitungen gebe es einen „Sanierungsstau“.

Bürgermeisterin Ingrid Krämmel verabschiedet sich

Helmut Urban meldete sich nochmals zu Wort und sprach darüber, was im öffentlichen und nicht-öffentlichen Teil des Gemeinderates landet. „Es entsteht der Eindruck, dass dies bewusst gesteuert wird“, so Urban. Krämmel bekräftigte, dass es eine solche Steuerung nicht gebe. „Wir machen das, was wir vom Gesetz her machen müssen.“

Zum Ende verabschiedete sich Krämmel von den Bürgern. „Es war eine Zeit mit viel Freude und mancher Enttäuschung“, sagte sie rückblickend. „Ich habe versucht, es allen recht zu machen und die Gemeinde voranzubringen.“

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