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Höchstädt

12.09.2019

In Höchstädt sollen Bäume eine Erinnerung schaffen

Das Ehepaar Ballis genießt die Ruhe im hinteren Garten. Beide sitzen gerne unter dem geschützten Bereich und beobachten ihre Goldfische und die Frösche, die in ihren Teich zum Baden kommen.
Bild: Cecilia Weber

Ein Meer aus Blumen und Sträuchern charakterisiert den Garten von Familie Ballis in Höchstädt. Warum der Garten viel Bedeutung hat und die Bäume eine Erinnerung schaffen.

Höchstädt „Unser Garten hat viel Bedeutung“, sagt Erwin Ballis. Der Geschäftsleiter des Bundesverbands der Maschinenringe wohnt mit seiner Frau auf einem großen Grundstück in Höchstädt und kümmert sich gerne um seinen Garten. Schon von außen ist zu sehen, wie liebevoll und zeitaufwendig die Grünfläche der Familie Ballis gepflegt wird.

Was dem Ehepaar aus Höchstädt besonders wichtig ist

Ihm ist es besonders wichtig, dass der Garten der Natur entsprechend aussieht. „Ich bin für die Wildnis zuständig“, sagt Ballis. Hinter seinem Teich stehen zahlreiche Bäume, wie die Kornelkirsche, der Haselnussbaum, die Wildkirsche oder der Feldahorn.

Alle Pflanzen sind miteinander verwachsen, sodass es fast wie ein kleiner Wald aussieht. „Das war Absicht, es soll aussehen wie in der freien Natur“, erklärt der Höchstädter. Das Ehepaar hat sich schon beim Bau des Hauses Gedanken über seine Grünfläche gemacht. „Wir haben das Haus extra so gebaut, damit wir vorne und hinten einen Garten haben“, erklärt er. So ergibt sich ein ruhiger Schattenbereich hinter dem Haus und ein sonniger Platz mit Terrasse im Vorgarten.

Wie das Haus von einem Meer aus Blumen und Sträuchern umgeben wird

Die Grünfläche, die das Haus in der Form von einem „U“ umrahmt, ist von den Wohnräumen aus zu sehen. „Wir wollten die Natur mit ins Haus hinein nehmen. Das war uns wichtig“, erklärt Siglinde Ballis. Jetzt kann die Fachlehrerin für Hauswirtschaft vom Wohnzimmer aus ihre Pflanzen auch an kalten Tagen bewundern, denn das Gebäude wird von einem Meer an Blumen und Sträuchern umgeben.

Das Schneiden und Pflegen der Pflanzen im Vorgarten macht Siglinde Ballis viel Spaß. Sie kümmert sich fast täglich um die Blumen.
Bild: Cecilia Weber

„Ich mag am liebsten die Hortensien, früher waren es Rosen. Aber die muss man mehr pflegen.“ Sie ist für den vorderen Bereich der Außenanlage zuständig. „Es ist bunt gemischt“, erklärt die 56-Jährige. In dem Stauden- und Rosengarten sind zahlreiche Pflanzen, die mit ihren unterschiedlichen Blütenfarben den Vorgarten zieren.

Warum die Arbeit im Garten entspannt und ablenkt

Oft geht sie nach der Arbeit raus, um ihre Pflanzen zuzuschneiden und zu pflegen. „Der Garten ist nie fertig, aber es entspannt mich und lenkt ab“, sagt die Fachlehrerin. Damit sie sich gut um ihre Pflanzen kümmern kann, hat die 56-Jährige viele Gartengeräte. „Einmal hab ich mir zum Geburtstag von meinem Mann einen Anhänger gewünscht“, sagt die Hobbygärtnerin.

Auf dieses außergewöhnliche Geschenk ist sie sehr stolz: Nun kann sie ihre Schnittabfälle selber entsorgen. Sie vermutet, dass ihre Begeisterung zur Natur durch ihre ehemalige Arbeit im Gartenbau kommt. Durch das Landwirtschaftsstudium hat auch ihr Mann einen Bezug dazu bekommen. „Ich finde es gut, zu den Bäumen und Pflanzen eine Geschichte zu haben“, erklärt der 55-Jährige. Deshalb hat das Ehepaar zu den Konfirmationen seiner beiden Kinder jeweils einen Baum gepflanzt. „Unserem Sohn gehört der Kirschbaum und unserer Tochter der Walnussbaum“, sagt er. Diese Verbundenheit ist dem Ehepaar sichtlich wichtig. Es wollte mit den Bäumen eine Erinnerung schaffen.

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