1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. In Höchstädt sorgt eine Baustelle für lange Staus

Höchstädt

21.08.2019

In Höchstädt sorgt eine Baustelle für lange Staus

Durch die Bauarbeiten auf der B16 von Höchstädt nach Dillingen müssen Autofahrer in der nächsten Woche viel Zeit mitbringen.
Bild: Cecilia Weber

Wer von Höchstädt auf der B16 nach Dillingen unterwegs ist, braucht für knapp eine Woche starke Nerven. Warum Autofahrer seit Mittwoch mehr Zeit einplanen müssen.

Autos, Roller und Lkw – wohin das Auge reicht. Dicht an dicht drängen sie sich am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr auf der B16 bei Höchstädt. Wer auf dem Weg zur Arbeit von der Stadt in Richtung Steinheim fahren möchte, scheitert bereits am ersten Kreisverkehr: Ungeduldige Fahrer sind vorschnell weiter gerollt und haben damit alle möglichen Ausfahrten für andere verstopft. Für einige Minuten kommt der Verkehr deshalb fast vollständig zum Erliegen. Aus Dillingen kommend zeigt sich ein ähnliches Bild: Ganze Blechlawinen geraten ins Stocken und stauen sich ebenfalls bis weit in den vorangegangenen Kreisel zurück.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Was für das Stau-Chaos auf der B16 bei Höchstädt verantwortlich war

Viel Geduld und vor allem Zeit müssen Pendler und Urlauber an diesem Tag mitbringen. Nur schleppend und mit viel zusätzlichem Zeitaufwand geht es in den Morgenstunden voran. Anfahren, abbremsen, anhalten – erwartungsvoll klopft ein Fahrer auf das Lenkrad vor sich. Für das Stau-Chaos verantwortlich sind Schutzplankenarbeiten und eine dazugehörige Ampel, die den Verkehr auf der B16 für knapp eine Woche regeln soll (wir berichteten: Die Baustellen im Landkreis Dillingen und drumherum ).

Als Rentner Peter Klinger aus Schretzheim gegen 10.30 Uhr mit seinem Motorrad an die Baustelle vor Höchstädt heranfährt, hat sich die Situation etwas entspannt. Die Schlange aus wartenden Autos und Lkw reicht inzwischen nicht mehr ganz in den Kreisverkehr hinein.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Klinger sieht das Verkehrschaos gelassen und wartet geduldig. Er sagt: „Da muss man halt durch.“ Bauarbeiten könne man eben nicht vermeiden. Dass sie besonders in der Ferienzeit gehäuft vorkommen, stört den Rentner nicht weiter. „Dann komme ich eben eine halbe Stunde später an, das macht mir nichts aus“, erklärt er auf seinem Motorrad sitzend und lacht. Solange er mit seiner Maschine bei Sonnenschein fahren könne, würde ihn Baustellen und andere Verzögerungen nicht weiter nerven.

Auch für Urlauber ist die Baustelle in Höchstädt ein Ärgernis

Auch für Manfred Pfeilmaier aus Ehingen am Hesselberg gibt es am Mittwochvormittag in Höchstädt nur ein verzögertes Weiterkommen. Eigentlich wollte er mit seiner Familie in das Legoland. Stattdessen steht er inzwischen knapp 15 Minuten bei Höchstädt im Stau. „Je länger es dauert, desto unruhiger werden die Kinder und quengeln vor sich hin“, erklärt er.

Dass ein Großteil der Straßenbauarbeiten auf die Sommerferien verlegt werden, scheint ihm nicht ganz so ideal. Er sagt: „Gerade in dieser Zeit ist man eher unterwegs und fährt weitere Strecken.“ Auch die Begründung, dass es in der Ferienzeit den Berufsverkehr nicht so stark treffe, hält er für nicht ganz zutreffend. „Keiner hat so lange frei und muss nicht zur Arbeit“, betont er.

Ebenfalls auf dem Weg in das Legoland ist Natalya Aeegeyr aus Nördlingen mit ihren beiden Kindern. Für ihren Sohn Gleb ist die ungeplanten Verzögerung in Höchstädt eine unschöne Überraschung. Unruhig rutscht er auf seinem Sitz hin und her und sagt: „Es nervt ein bisschen.“ Dass sie jetzt im Stau stehen, war so nicht geplant. „Wir hatten zuvor extra verschiedene Routen angeschaut und dachten, dass wir uns für eine gute Variante entschieden haben“, ergänzt seine Mutter.

Warum Baustellen in der Ferienzeit sinnvoll sind

Wer aufgrund seiner Arbeit viel auf der Straße unterwegs ist, so wie Fahrlehrer Bernd Meyer, steht aktuell vor einer Herausforderung. Er sagt: „Bei den ganzen Baustellen in der Region muss man ganz anders planen.“ Besonders schlimm sei es am Abend, denn dann würde es sich rund um Dillingen in alle Richtungen stauen. Trotzdem findet es der Höchstädter Fahrlehrer sinnvoll, dass alle Straßenbaumaßnahmen gebündelt ausgeführt werden.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren