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Buttenwiesen/Pfaffenhofen

05.04.2021

Jetzt kommt eine Querungshilfe für den Buttenwiesener Dorfanger

In Buttenwiesen wurden wichtige Baumaßnahmen besprochen.
Foto: Stauch (Archiv)

Plus Bevor an der Ortsdurchfahrt wieder gebaut wird, ist eine andere Baumaßnahme nötig. Dafür wird ab Dienstag die Straße gesperrt.

Ab dem 6. April ist am Dorfanger in Pfaffenhofen gesperrt. Dort wird zur Sicherheit für die Schulkinder eine Querungshilfe gebaut. Bürgermeister Hans Kaltner gab während der Gemeinderatssitzung am Montag bekannt, dass die Firma Holl aus Burgheim den Auftrag erhalten hat, der Angebotspreis lag bei 123.289,59 Euro. Auf Anregung des Landratsamts wird zusätzlich die Busbucht zurückgebaut. Im Bereich der Haltestelle, die dem Linienverkehr dient, wird am Gehwegen das Kassler Sonderbord angebracht, um barrierefreies Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Kaltner sieht dies als die sicherste Möglichkeit an, weil nun die Fahrzeuge hinter dem Bus stehen bleiben müssen. Auch wenn der Beginn der Baumaßnahme um eine Woche verschoben wurde, soll sie wie geplant zum 19. April fertig werden. Bürgermeister Kaltner erklärte: „Die Straße am Dorfanger wird als Umleitung während der Hauptbaumaßnahme an der Ortsdurchfahrt dienen, die am 29. April beginnt.“

Leute mit Rollstühlen haben Probleme

Der Umbau der Bushaltestelle wird allerdings erst durchgeführt, wenn die Hochborde geliefert werden können. Zweite Bürgermeisterin Johanna Eser-Weidel fragte nach, ob die Querungshilfe ebenso wie die in Lauterbach einen drei Zentimeter hohen Absatz haben wird, bei dem Leute mit Rollatoren und Rollstuhlfahrer große Schwierigkeiten haben, den zu überwinden. Bürgermeister Kaltner gab ihr Recht, erklärte aber, dass die Insel gemäß der Richtlinien gebaut werden müsse und der Absatz dafür da sei, damit auch blinde Menschen die Abgrenzungen erkennen.

Eser-Weidel meinte, sie werde sich genauer informieren, ob es eine Möglichkeit gebe. Im Blick hat sie eine Verkehrsinsel in Meitingen, bei der die Absätze abgeschrägt sind. Das Abschrägen wäre auch nachträglich noch möglich, meinte Kaltner.

600 bis 1200 Quadratmeter

Aufgrund der vielen Nachfragen, ob die Gemeinde Bauplätze anbieten könnte, beschloss das Gremium, das Baugebiet Platten zu erweitern. Laut Bürgermeister wird der Bereich, für den nun ein Bebauungsplan aufgestellt wird, den Namen Rektor-Behringer-Straße erhalten. An der das Baugebiet durchziehenden Straße werden 17 Grundstücke in einer Größe zwischen 600 und 1200 Quadratmetern entstehen. Erklärend meinte Kaltner: „Wir haben versucht, die Bauplätze nicht allzu groß zu machen.“ Auf Nachfrage, ob sie nicht noch kleiner gemacht werden könnte, meinte er, dass sie dann sehr tief, „richtige Schläuche“ würden.

In der Mitte soll ein größerer Platz entstehen, auf dem Bäume gepflanzt werden. Das Regenrückhaltebecken, das seine Funktion verliert, weil das Wasser künftig schon vorher abgeleitet wird, soll zum Spielplatz werden. Auf die Frage von Jürgen Mayr, ob kleinere Grundstücke für seniorengerechtes Wohnen eingeplant werden könnte, meinte Kaltner, dass das Gelände aufgrund des kurzen Wegs zur Schule ideal für junge Familien sei.

Ideal für junge Familien

Sollten jedoch Anfragen kommen, könnte dafür ein Bereich freigehalten werden. Jedoch werde von der Gemeinde schon am Bahngelände Buttenwiesen seniorengerechtes Bauen geplant. Dort sei auch die Nähe zum Ärztehaus und zur Apotheke gegeben.

Auch in Lauterbach wird ein Bebauungsplan aufgestellt. Der Landwirt, der in der Badstraße Tiere hält, ist auch als Lohnunternehmer unterwegs. Diesen Bereich möchte er weiter ausbauen. Etwa 300 Meter nordöstlich stehen seine Lager- und Maschinenhallen. Dort möchte er erweitern, um seine Maschinen unterstellen zu können sowie Heu und Stroh zu lagern.

Bauherr muss bezahlen

Auch ein Betriebsleiterwohnhaus soll gebaut werden, um bei der Einteilung der Maschinen und für eine Reparatur schnell vor Ort zu sein. Um die Gülle und den Mist der Tierhaltung zu verwerten, ist außerdem eine Hofbiogasanlage geplant. Dass sich hier eine junge Familie ihre Existenz schaffen will und die Voraussetzungen passen, findet Josef Kienmoser gut. Nachdem die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen sind, stand auch für Thomas Seefried fest, dass er hier zustimmen würde. Weil die Tierhaltung im Ort ist, hat der Bauherr als Lohnunternehmer keine Privilegierung. Damit die Rechtssicherheit gegeben ist, ist nun die Aufstellung des Bebauungsplans und die Änderung des Flächennutzungsplans nötig, die der Bauherr bezahlen muss. Alle Ratsmitglieder stimmten zu.

Außerdem bedankte sich Bürgermeister Kaltner bei den Feuerwehren, die kürzlich beim Brand in Vorderried hervorragende Arbeit geleistet haben. Und er bedankte sich beim Obst- und Gartenbauverein Buttenwiesen, der den Osterbrunnen auf dem Rathausplatz wunderschön geschmückt hat.

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