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Landkreis Dillingen

07.12.2019

Junge Union will in den Dillinger Kreistag

Der große Sitzungssaal im Dillinger Landratsamt wurde saniert, hier tagt auch der Kreistag, der im März neu gewählt wird. Die Junge Union, die Nachwuchsorganisation der CSU, tritt dabei mit einer eigenen Liste an.
Bild: Tanja Ferrari

Die Nachwuchsorganisation der CSU tritt im März mit einer eigenen Liste an. Und auch in drei Landkreisstädten möchte die JU eigene Bewerber ins Rennen schicken.

Bei der Wahl des Dillinger Kreistags im März wird es aller Voraussicht nach einen weiteren Bewerber geben: Die Junge Union (JU), die Nachwuchsorganisation der CSU, will mit einer eigenen Liste antreten. Ab dem 18. Dezember sollen die erforderlichen Unterschriften von 380 Unterstützern gesammelt werden. Dies teilte jetzt der JU-Kreisvorsitzende Siegfried Nürnberg unserer Zeitung mit. Und auch in drei Landkreis-Städten will die Junge Union Listen aufstellen.

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Erstmals seit 25 Jahren

Die Änderung des Kommunalwahlrechts macht es möglich: Erstmals seit mehr als 25 Jahren darf die JU wieder mit eigenen Listen auf Orts- und Kreisebene bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 antreten, erläutert Nürnberg. Der Lauinger sieht darin eine einmalige Chance. „In unseren kommunalen Parlamenten ist die Generation U40 deutlich unterrepräsentiert und oftmals gar nicht vertreten“, sagt der 29-Jährige, der in der CSU-Landesleitung Referent für Digitalisierung und Medienpolitik ist. Ziel der Kandidatur sei es, „der jungen Generation endlich eine starke Stimme zu geben“. Auf der CSU-Liste sei es für jüngere Kandidaten sehr schwer, in den Dillinger Kreistag gewählt zu werden, sagt Nürnberg. Auf den vorderen Plätzen rangieren meist Rathauschefs sowie verdiente Stadt- und Gemeinderäte. In der jetzt zu Ende gehenden Wahlperiode habe es vom CSU-Nachwuchs nur Katja Müller, die mittlerweile zur Lauinger Bürgermeisterin gewählt wurde, in den Kreistag geschafft. Mit 39 sei sie die jüngste CSU-Kreisrätin. Und der zweitjüngste Kreisrat der Christsozialen sei, wie Nürnberg mutmaßt, Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz, der 47 ist.

Was sich für die Jugend im Landkreis Dillingen verändern soll

Politisch habe die Junge Union viele Ziele: „Wir wollen die Rahmenbedingungen für junge Menschen zwischen Bachtal und Zusamtal verbessern und somit dem Trend entgegenwirken, dass viele Dillinger aus Mangel an Perspektiven unsere Heimat verlassen und in die städtischen Ballungsräume abwandern.“ Viele Kompetenzen des Kreistags seien insbesondere für die Jugend im Landkreis wichtig, erklärt der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Manuel Knoll. Der Kreis sei beispielsweise Sachaufwandsträger der Schulen und für Bereiche wie Kreisentwicklung, Jugendhilfe und Ehrenamt zuständig. „Unsere 60 Kandidaten unter 35 Jahren eint die feste Verwurzlung im Landkreis und der Wille, sich aktiv in ihrer Heimatregion einzubringen“, sagt Knoll. Bereits seit Monaten sammeln seinen Worten zufolge die mehr als 165 JUler im Landkreis hierfür fleißig Ideen und Verbesserungsvorschläge. Dabei wurden insgesamt zehn Handlungsfelder ausgemacht. Die Eppisburgerin Anne Borgovan sagt: „Besonders im Bereich Umweltschutz wollen wir mit kostengünstigen und unbürokratischen Maßnahmen, insbesondere im Bereich des ÖPNV, schon kurzfristig wichtige Effekte erzielen.“ Und Umweltingenieur Matthias Eckstein meint: „Verbote und der Klimanotstand bringen uns nicht weiter. Wir wollen die ökologische Vorreiterrolle des Landkreises stärken und gemeinsam mit jungen Landwirten und Klimaschützern die Bewahrung unserer einzigartigen Heimat für die kommenden Generationen sicherstellen, ohne den technologischen Fortschritt und unseren wirtschaftlichen Wohlstand zu gefährden.“

Junge Union will in den Dillinger Kreistag

Auch in Dillingen, Höchstädt und Wertingen antreten

Neben der Zukunft und der Bürgerliste wäre die Junge Union die dritte CSU-nahe Liste, die bei der Wahl des Dillinger Kreistags antritt. Der JU-Kreisvorsitzende weist aber auf Anfrage darauf hin, dass für den Eintritt in die Junge Union die Mitgliedschaft in der CSU nicht Voraussetzung sei. Im Landkreis seien nur 24 Prozent der JU-Mitglieder auch CSUler. Wie Nürnberg erläutert, werden die JUler auch in Dillingen, Höchstädt und Wertingen mit eigenen Stadtratslisten antreten. Ansprechpartner seien hier Daniel Kaim (Dillingen), Manuel Knoll (Höchstädt) und Fabian Braun (Wertingen). (mit pm)

der Jungen Union findet am Sonntag, 15. Dezember, um 14 Uhr im Faustussaal des Pfarrzentrums St. Peter in Dillingen (Klosterstraße 7) statt. Alle interessierten Bürger sind dazu eingeladen. Die Nominierung der Liste für den Dillinger Stadtrat findet ebenfalls am Sonntag, 15. Dezember, im Faustussaal statt. Sie beginnt um 16 Uhr, teilt der Dillinger JU-Ortsvorsitzende Daniel Kaim mit.

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