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17.06.2009

Kein Grund zum Jubeln

Die Gegner der Bahntrassen als B 16-Ortsdurchfahrt von Höchstädt können jubeln. Kein Stadtrat sprach sich am Montagabend für die vom Bauamt Krumbach favorisierten Varianten aus. Doch warum blieb der Jubel den vielen Besuchern im Halse stecken? Mag sein, dass sie entsetzt waren vom Verlauf der Sitzung und weil die Mehrheit des Gremiums für eine Variante ist, die nach gültigem Recht nicht gebaut werden darf. Selbst Bürgermeisterin Hildegard Wanner, die immer betont, nichts blockieren zu wollen, stimmte für die nicht realisierbare Südtrasse.

Es ist unbestritten, dass die Südtrasse die beste Verkehrsentlastung für die Stadt bringen würde. Eine "umweltverträgliche" Linienführung zu prüfen, scheint eine gute Idee. Schade nur, dass dieser Vorschlag erst jetzt kommt, wo die Abwägung des Bauamts bis auf die Stellungnahme der Stadt fertig auf dem Tisch liegt und nach Berlin weitergeleitet werden soll. Da kann man sich nur Günter Ballis anschließen, dass der Stadtrat sich ein Ei ins Nest gelegt hat.

Das Abstimmungsverhalten lässt zudem Raum für Spekulationen. Wer sich öffentlich für eine Trasse bekennt, die garantiert nicht kommen wird, ist insgeheim vielleicht für eine B 16-Variante, die derzeit nicht durchsetzbar ist. Und damit wird der verhaltene Jubel der Bahntrassen-Gegner wieder verständlich. Kann ja gut sein, dass die B 16-Ortsdurchfahrt noch gar nicht vom Tisch ist. Etwas anderes könnte aber auch passieren: Wer eine Straße will, die nicht gebaut werden darf, kriegt gar keine.

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