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Rettenbach

09.05.2015

Kein Nasskiesabbau bei Remshart

Nicht auf Begeisterung stößt die Voranfrage, auf einer Fläche von 1,4 Hektar nahe des Silbersees bei Remshart Kies abzubauen. Der Campingplatz befindet sich in einer Entfernung von gerade einmal 150 Metern.
Bild: Peter Wieser

Der Bauausschuss spricht sich gegen eine entsprechende Nutzung eines Areals nahe des Silbersees aus. Einem anderen Projekt stimmt er allerdings zu.

Von Peter Wieser

Könnte bei Remshart Kies abgebaut werden? Und wie sieht das die Gemeinde Rettenbach? In der Sitzung des Bauausschusses ging es jetzt vorab um die Stellungnahme der Gemeinde zur Voranfrage über einen eventuellen Nasskiesabbau bei Remshart zwischen der Staatsstraße 2024 und dem Silbersee in Höhe des Campingplatzes.

Als privilegiertes Bauvorhaben wäre ein solcher Abbau durchaus möglich. Die Entfernung zu der Wohnbebauung liege mit 350 Metern auch über der Mindestgrenze von 200 Metern. Aber: Der Campingplatz am Silbersee befindet sich lediglich 150 Meter von dieser Fläche entfernt. Und ein Antrag beim Landratsamt liege nicht vor. Zunächst ging es deshalb darum, wie die Gemeinde zu einem solchen Vorhaben steht.

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Einige Bedenken

Denn sollte das Landratsamt einem Antrag zustimmen, könnte die Gemeinde Rettenbach höchstens noch ihre Bedenken dagegen vorbringen. Davon hatten die Mitglieder des Bauausschusses einige. Zum einen wäre es ein zu großer Aufwand für eine mit 1,4 Hektar relativ kleine Fläche, zum anderen gingen landwirtschaftliche Nutzflächen verloren. Außerdem wären eine zusätzliche Verkehrsbelastung und verschmutzte Straßen zu befürchten. Und die Zufahrt sei auch nur bedingt einsehbar.

„Wir tun uns nichts Gutes“, sagte dazu Alexander Hörmann (UWR) und sprach damit die Bedenken vieler aus. Sinnvoll dagegen sei es darauf hinzuwirken, dass Konzentrationsflächen ausgewiesen werden und so ein Kiesabbau gesteuert werden kann, betonte Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast (CSU). Einstimmig sprach sich der Ausschuss also gegen das Vorhaben aus, an dieser Stelle Kies abzubauen. Der Flächennutzungsplan soll nun überarbeitet werden, um künftig Konzentrationsflächen für Abbaugebiete auszuweisen.

Wohnhaus statt Pfarrhof

Während der Sitzung ging es aber nicht nur um Kies, sondern auch noch um weitere Projekte. So wurde dem Antrag auf eine Nutzungsänderung des früheren Pfarrhofs zugestimmt. Nach einem Umbau und einer Sanierung soll er als Wohnhaus genutzt werden können. Das Gebäude steht zwar unter Denkmalschutz, das Vorhaben werde aber in Absprache mit dem Denkmalamt realisiert. Die Pfarr- und Gemeindebücherei im Nebengebäude wird dann in den alten Kindergarten umziehen.

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