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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland

06.03.2009

Kein billiger Winter

Landkreis Nach den ersten warmen Sonnenstrahlen dürften die meisten Landkreisbewohner den Frühling herbeisehnen. Denn Schnee, Matsch oder gar überfrierendes Eis gehörten in diesem Winter nahezu zur Tagesordnung.

Das hat sich auch in den Salzlagern der Kommunen bemerkbar gemacht. Die Verantwortlichen des Kreisbauhofs mussten heuer bereits im Dezember das erste Mal Streusalz nachbestellen. "Insgesamt haben wir in dieser Saison 1500 Tonnen Streusalz benötigt. In unser Lager passen ungefähr 900 Tonnen hinein", so Roman Bauer, Leiter des Tiefbauamts im Dillinger Landratsamt und damit auch Chef des Kreisbauhofs. Schnee sei in diesem Winter nicht das Problem gewesen. Das sieht Roman Bauer an der Art der bislang 90 Einsätze. 20 Mal seien die Fahrzeuge zum Räumen auf die Kreisstraßen gefahren, 70 Mal um zu streuen. "Fast jeden Tag war ein Einsatz nötig", so Bauer. Von Engpässen, wie beispielsweise im Landkreis Miesbach in Oberbayern, sei der Landkreis Dillingen aber weit entfernt gewesen. Roman Bauer: "Wir bestellen rechtzeitig nach. Wir haben einen guten Liefervertrag, der uns eine Nachlieferung innerhalb von drei Tagen garantiert."

In der Großen Kreisstadt Dillingen ist es ebenfalls zu keinem Engpass gekommen, wenngleich es doppelt so viel Arbeit gab, als in der vergangenen Saison, so Alfred Saur, Pressesprecher der Stadt Dillingen. "Wir haben ein kleines Lager, deshalb wird fortlaufend nachbestellt." Aufgrund der langen Frostperioden sei es zu enormen Straßenschäden gekommen. Saur: "Zuerst gab es eine lange Kältephase. Nach den ersten Tauphasen kommt es zu Frostschäden. Wir verzeichnen deutlich mehr als im vergangenen Jahr", so Saur.

Ähnlich sieht es auch in Gundelfingen und Lauingen aus. Viermal so viel Streusalz als im Winter 2007/2008 benötigte der Bauhof in der Gärtnerstadt. 100 Tonnen mehr an Streumaterial wurden auch in Lauingen gebraucht.

Kein billiger Winter

Streusalz ausgeliehen

So viel, dass sich die Lauinger Streusalz von Gundelfingen und dem Kreisbauhof ausleihen mussten. "Wir haben rechtzeitig bestellt, aber unser Lieferant hat uns im Stich gelassen und vorrangig Autobahn-Straßenmeistereien beliefert", so Werner Engelhart, Angestellter im Bauamt. Es sei auf jeden Fall kein billiger Winter gewesen, sagt er.

Auf die Kommunen würde neben den Streusalzkosten noch einiges anderes zukommen, betont auch Wolfgang Stricker, Leiter des Gundelfinger Bauhofs. Die Straßenschäden seien immens. "Ich habe schon Schilder aufgestellt, weil sich Straßen angehoben haben und es bis zu zwei Zentimeter dicke Risse gibt", sagt er. Bis zu 90 Zentimeter Bodenfrost hätte es diesen Winter gegeben. Wenn der Boden nun taue, würde es zu großen Verschiebungen kommen. Wolfgang Stricker: "Die Schäden müssen dringend behoben werden. Auf der einen Seite wegen der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Auf der anderen Seite könnten die Straßen kaputtgehen, wenn Wasser in diese Risse eindringt."

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