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Höchstädt

11.10.2019

Kolping spielt Theater – für einen guten Zweck

Das Team der Höchstädter Kolpingbühne spielt ab Samstag, 26. Oktober, die Komödie „Die Liebe und das Industriegebiet“: (von links) Herbert Schmid, Lukas Lämmermaier, Doris Giggenbach, Miriam Kehrle, Roland Kehrle, Anja Baur, Hans Huber, Alexandra Binswanger und Franziska Radinger.
Bild: Kolpingbühne Höchstädt

Plus In Höchstädt existiert eine der ältesten Laienbühnen Bayerns. In der neuen Saison gibt es mehrere Besonderheiten

Diese Theatertradition sucht in der Region ihresgleichen: Seit 149 Jahren spielt die Kolpingsfamilie Höchstädt Theater. Sie ist damit eine der ältesten Laienspielergruppen Bayerns. Unterbrechungen gab es nur in den Kriegszeiten. Jetzt steht der Start in die neue Theatersaison unmittelbar bevor.

Und zu den Aufführungen kamen zuletzt pro Saison mehr als 2000 Besucher. Mit ihrem Theaterspiel strapazieren die Kolpingmitglieder nicht nur die Lachmuskeln der Gäste, der Erlös geht hinterher an soziale Einrichtungen, betont Vorsitzender Karlheinz Hitzler.

Der Höchstädter Verein hat auch schon die Kartei der Not unterstützt

So hat Kolping in den vergangenen Jahren auch immer wieder die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, unterstützt – etwa bei der Aktion „Heimatbühne mit Herz“. Dieses Mal unterstützt die Kolpingsfamilie Höchstädt ein besonderes Projekt – die Sanierung der Stadtpfarrkirche. 2023 jährt sich zum 500. Mal die Einweihung des mächtigen Gotteshauses, das derzeit im Inneren eingerüstet ist. Lockere Gewölberippen drohten herabzufallen.

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Stadtpfarrer Daniel Ertl

Und so zog Stadtpfarrer Daniel Ertl im November des vergangenen Jahres die Notbremse und ließ das Gotteshaus bis zur Aufstellung des Gerüsts sperren (Höchstädter Stadtpfarrkirche muss geschlossen werden ). Die Sanierungskosten dürften voraussichtlich in die Millionen gehen. Auch wenn die katholische Diözese Augsburg einen Löwenanteil übernimmt, wird die finanzielle Belastung der Pfarrei Mariä Himmelfahrt groß sein. „Deshalb bin ich der Höchstäder Kolpingsfamilie dafür dankbar, dass sie die Sanierung unterstützen will“, sagt Ertl.

Der Entschluss für die Höchstädter Pfarrkirche fiel einstimmig

Vorsitzender Karlheinz Hitzler kündigt an, dass der Reinerlös von allen Aufführungen für die Renovierungsarbeiten verwendet werden soll. Dies sei auf der Jahreshauptversammlung auf Vorschlag des Vorstands einstimmig beschlossen worden. Hitzler erklärt: „Kolping Höchstädt versteht sich als ein Teil der Kirche.

Was die Kolpingfamilie Höchstädt heuer noch alles vorhat

Im Jahresprogramm sind mehrere Gottesdienste, die Kolping für alle anbietet, eine Kreuzwegandacht, der Bezirksgedenkgottesdienst, die Novemberandacht, die Bergmesse für die Pfarreiengemeinschaft – im Altar befindet sich auch eine Reliquie von Adolph Kolping.“ An allen Hochfesten sei auch die Kolpingfahne oder der Kolpingbanner mit dabei. Und das „hervorragende Miteinander“ mit dem Präses Daniel Ertl, mit dem die Mitglieder Pilgerreisen nach Rom und Sizilien unternommen haben, präge die Arbeit der Kolpingfamilie.

Auch der Regisseur steht in Höchstädt mit auf der Bühne

Seit August proben die Schauspieler an dem Theaterstück „Die Liebe und das Industriegebiet“, eine Komödie in drei Akten von Ralf Kaspari. Regisseur Roland Kehrle wird dabei wieder einmal selbst mit auf der Bühne stehen. Es geht um die Liebe und einen Kampf ums Land, das an ein geplantes Industriegebiet angrenzt … Dabei kommt es zu allerhand Turbulenzen. (bv)

sind am 26. und 27. Oktober sowie am 2., 3., 8., 9., 10., 15., 16. und 17. November (14 Uhr). Die Aufführungen freitags und samstags beginnen um 19.30 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr (Ausnahme 17. November). Der Kartenvorverkauf für die nummerierten Plätze ist am Samstag, 12. Oktober, von 9 bis 11 Uhr im Pfarrheim St. Josef. Ab Montag, 14. Oktober, bei der Raiffeisen-Volksbank Höchstädt am Schalter oder telefonisch unter 0906/780433600.

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Dieser Kommentar bezieht sich auf den Artikel: Höchstädter Stadtpfarrkirche: Was ist an Weihnachten?

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