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03.06.2009

Kommunen müssen für Strom mehr bezahlen

Landkreis Privatkunden mussten in den vergangenen Jahren immer mal wieder tiefer in die Tasche greifen - der Strompreis stieg und stieg. Das machte sich im Geldbeutel der Stromkunden bemerkbar. Jetzt sind die Kommunen dran: Ab 1. Januar steigen für Kunden der EnBW ODR die Strompreise - und zwar schlagartig um durchschnittlich 20 Prozent, wie Prokurist Bernhard Palm der DZ bestätigt.

Vor vier Jahren sind mit den meisten Kommunen Lieferverträge abgeschlossen worden. "Unsere Kunden hatten Glück. Sie konnten sich damals einen sehr günstigen Preis sichern. Erst nach Vertragsabschluss stiegen die Preise kontinuierlich an", so Palm. Die Kommunen hatten aber einen festen Preis ausgehandelt. Teilweise wurde der in den vergangenen Jahren sogar noch billiger. Palm: "Die einzige Variable in unseren Verträgen waren die Rückgangnetzentgelte. Nachdem diese Kosten zurückgingen, konnte auch der Strom billiger angeboten werden."

Das wird sich jetzt ändern. Derzeit informiert der Anbieter seine Kunden über die anstehenden Preiserhöhungen. "Wir haben einen frühstmöglichen Zeitpunkt gewählt, damit unsere Kunden den Markt beobachten können. Außerdem haben wir bereits auf einer Informationsveranstaltung erklärt, warum sich die Preise erhöhen", betont der Prokurist.

Endgültiger Preis hängt von der Verbrauchsstruktur ab

Kommunen müssen für Strom mehr bezahlen

In manchen Kommunen werde es sich sogar mehr als die durchschnittlichen 20 Prozent erhöhen. Dabei komme es auf die Verbrauchsstruktur an, erklärt Bernhard Palm. So hätten in den vergangenen Jahren viele Kommunen auf Energiesparlampen umgerüstet und würden in der Nacht beispielsweise an der Straßenbeleuchtung sparen. "Dabei ist der Strom nachts am billigsten. Diese Kommunen verbrauchen dann proportional hauptsächlich den teuren Strom", sagt er.

Im vergangenen Jahr vergleichsweise teuer

Bernhard Palm sieht die derzeitigen Vertragsverhandlungen als guten Zeitpunkt für die Kommunen an. Im vergangenen Jahr sei der Strom vergleichsweise teurer gewesen. "Dann ging der Preis wieder herunter. Derzeit steigt er wieder", so Palm. Diesmal würden Verträge von einer Laufzeit von drei Jahren ausgehandelt. Nach Vertragsabschluss werde dann bereits der Strom für diesen Zeitraum gekauft. So bleiben die Preise stabil.

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