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16.06.2009

Komplett verplant: Bauplan für Krone ist fertig

Gundelfingen (ziss) - Ein Stapel Mappen türmt sich neben Hochbauamtschef Karl Steidle in die Höhe. Der Inhalt: Baupläne. Die Tinte, mit denen sie unterschrieben wurden, ist noch nicht ganz trocken, da werden sie auch schon an die Genehmigungsbehörde, das Landratsamt, weitergereicht. Denn es soll keine Zeit unnötig verstreichen. Joshua Schirm will dort ein Center für Physiotherapie, Wellness und Fitness eröffnen (wir berichteten). Er steht schon in den Startlöchern. Doch auch Bürgermeister Franz Kukla, Hauptamtschef Heinz Gerhards, Karl Steidle und Rainer Hönl, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung, ziehen bei diesem Projekt an einem Strang.

Lange genug stand die ehemalige Wirtschaft mitten in der Gundelfinger Innenstadt leer. "Es gab mehrere Nutzungskonzepte, mehrere Ausschreibungen, doch gebracht hat das im Endeffekt alles gar nichts", betont Karl Steidle. Mit seiner Geschäftsidee rannte Joshua Schirm dagegen in jüngster Vergangenheit sofort offene Türen ein. "Ich bin davon überzeugt, dass das ein sehr zukunftsträchtiges Modell ist. Solch ein Angebot gibt es im Gundelfingen, ja, gar im ganzen Landkreis nicht", so Hönl. Das Wellness-Center werde Synergieeffekte anstoßen, die derzeit noch gar nicht abschätzbar seien, unterstreicht Heinz Gerhards. Schließlich würden die Besucher für eine Belebung der Innenstadt sorgen.

Breites Angebot

Eines ist schon einmal klar: Die Besucher des Wellness-Tempels werden in der geplanten Einrichtung auf ein breites Angebot stoßen. Sechs Therapieräume, ein Gymnastikraum, ein Wellnessbereich für Ayurveda, Hot Stone oder Lomi-Lomi-Anwendungen, sowie ein Cardio-Bereich, eine Stretching-Zone und eine Trainingsfläche für Geräte sind im Bauplan vorgesehen. Außerdem eine Saunalandschaft.

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Damit das Wellness-Center aber ins richtige Licht gerückt werden kann, müssen die beiden Gebäude erst einmal grundlegend saniert werden. 1,8 Millionen Euro wird der Umbau schätzungsweise kosten. Der Grundstückseigentümer, die Stadt Gundelfingen, erhält dafür Gelder aus dem Konjunkturpaket II und der städtebaulichen Denkmalpflege.

Nur so sei das Projekt überhaupt finanzierbar. "Jeder hat seinen Beitrag dazu geleistet, dass es klappt. Zahlreiche Gespräche wurden von unserem Kämmerer mit der Regierung von Schwaben geführt", betont Franz Kukla. Aber auch Joshua Schirm muss kräftig investieren, um seine Vorstellungen umsetzen zu können.

Wenn es nach dem 25-Jährigen geht, dann sollten die Umbauarbeiten bereits im Herbst beginnen. Im zurückliegenden Gebäude, der ehemaligen Mälzerei, werde das Dach abgebrochen. "Es wäre natürlich von Vorteil, wenn bis zum Winter das neue Dach auf das Gebäude gebaut wäre. Dann könnten die Arbeiten im Inneren des Gebäudes zügiger voran gehen", so Steidle. Während das vordere Gebäude seine historische Optik behält, bekommt die Mälzerei eine moderne Glasfassade. Steidle: "Das wird architektonisch sehr ansprechend aussehen. Alt und neu, das korrespondiert sehr gut." Derzeit werde geprüft, ob in der ehemaligen Krone eine Holz-Pellets-Heizung installiert werden könnte. Ende 2010 sollen die Bauarbeiten beendet sein.

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