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Konzert
29.09.2016

Zwei Jungstars und eine Primadonna

Die drei Mitwirkenden beim Bachhagler Kirchenkonzert (von links): Sabine Seidl, Julia Schmid und Magdalena Heiler freuen sich über die große Resonanz.

Gerade noch rechtzeitig kam eine junge Frau aus Moskau zurück nach Bachhagel. Sie hatte an einem Internationalen Orgelwettbewerb teilgenommen.

Moderator, Organisator und Hausorganist Norbert Wörle fiel ein großer Stein vom Herzen, als Julia Schmid ein paar Stunden vor Konzertbeginn in der Kirche Mariä Himmelfahrt eintraf. Die einheimische Jungorganistin hat als einzige Deutsche am Internationalen Orgelwettbewerb in Moskau teilgenommen und war gerade noch rechtzeitig zurückgekehrt. So konnte ein vortreffliches, gut besuchtes Kirchenkonzert seinen Fortgang nehmen. Julia Schmid war sowohl als Solistin wie auch als vorzügliche Begleiterin zu hören. Die Stuttgarter Musikstudentin hat eine hervorragende Entwicklung genommen; gewachsene Technik und ein großes Musikverständnis lassen inzwischen authentische Interpretationen zu. Im einleitenden Präludium und Fuge in D-Dur BWV 532 bestätigte Julia Schmid ihre überzeugende Meisterschaft auf der Link-Orgel. Bei einer der „blendendsten Orgelkompositionen“ von J. S. Bach strukturierte die Organistin überwältigend die dreiteilige Anlage des Präludiums. Tonleiterläufe und Akkordpassagen, französischer Ouvertürenrhythmus, sequenzreicher Mittelsatz und Adagio gelangen trefflich wie auch die wechselnden tonartlichen Beleuchtungen der unaufhörlich schnell dahineilenden Fuge mit einem außergewöhnlichen Pedalsolo. Im kurzen Scherzo von Max Reger gefielen der rhythmische Schwung der Manualpartien und das tänzerische Staccatopedal, die mit der flexiblen Dynamik (Echowirkung) ein höchst lebendiges Stück Musik darstellten. Das Adagio und Allegro in F für ein Orgelwerk KV 594 von W. A. Mozart legte Julia Schmid wie gefordert als Trauermusik dar. Im Mittelteil gab es fanfarenartige Rhythmen und Dur-Melodien, die sich zum Schluss hin ins Tröstliche wendeten.

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