Newsticker
Gericht kippt bayernweites Alkoholverbot im öffentlichen Raum
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Konzert in Lauingen: Von der Elbe an die Donau

Lauingen

23.07.2020

Konzert in Lauingen: Von der Elbe an die Donau

Die ehemalige Landkreisbürgerin Katja Zill reiste extra aus Hamburg nach Lauingen, um auf der Albertus-Magnus-Orgel ein Konzert zu geben.
Bild: Alexandra Finck

Organistin Katja Zill gibt im Lauinger Martinsmünster ein besonderes Konzert – und meistert eine musikalische Herausforderung.

Mit „Moin, Moin“ begrüßte Stadtpfarrer Raffaele De Blasi launig die zahlreichen Zuhörer, die sich trotz sommerlichen Ausflugswetters im Martinsmünster in Lauingen eingefunden hatten, um der jungen Organistin Katja Zill aus Hamburg zu lauschen, die im Rahmen der „Münsterkonzerte“ an der Albertus-Magnus-Orgel ihr Können unter Beweis stellte.

Zill, als Landkreisbürgerin geboren und aufgewachsen, hat ihre Heimat inzwischen in Hamburg gefunden, wo sie eine Kirchenmusikstelle als Kantorin und Organistin in Hamburg-Barmbek innehat und nun, nach absolviertem Bachelor-Studiengang Kirchenmusik, den Masterabschluss im künstlerischen Orgelspiel anstrebt.

An der Lauinger Orgel meistert Zill eine Herausforderung

Das Programm, das die Organistin von der Elbe mit in die Donaustadt Lauingen brachte, war abwechslungsreich, da zeitlich und lokal vielfältig. Der Schwerpunkt lag hier auf der Musik der Barockzeit, die durch Kompositionen von François Couperin (Frankreich), Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude (Deutschland) und Hernando de Cabezón (Spanien) vertreten war. Sehr deutlich konnte man die unterschiedlichen kulturellen und nationalen Einflüsse dieser Zeit klanglich nachverfolgen, was Zill durch jeweils differenzierte Registrierung untermauerte. So war es interessant, die symphonisch angelegte Orgel mit vielen feinen, dennoch charakteristischen Klangfarben zu erleben, die ebenfalls in ihr stecken.

Diese verstand sie gekonnt auf-und auszubauen bis hin zum Tutti, das bei Buxtehude und Couperin dennoch angenehm schlank blieb. Keine leichte Aufgabe, diesen norddeutschen Stil der Orgelmusik auf einem Instrument wie dem des Martinsmünsters so klar zu lösen. Der jungen Organistin gelang das sehr wohl.

Zum Schluss gab es im Martinsmünster reichlich Beifall

Andererseits vermochte Zill mit Felix Mendelssohns „Präludium und Fuge c-Moll“ auch genau diesen typischen symphonischen Klang zu zaubern, den die Albertus-Magnus-Orgel in der Akustik des Martinsmünsters mit ihren grundigen, typisch romantischen Registern so besonders macht. Dieses von eingängigen Motiven geprägte Werk interpretierte sie spannungsgeladen und höchst überzeugend.

Dies verstand sie bei den Choral-Variationen über das Thema „Veni creator“ von Maurice Duruflé in besonderer Form zu steigern. Ein gelungener Abschluss eines überzeugenden Auftritts, für den die junge Organistin reichlich Beifall erhielt. (pm)

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren