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Politik

22.05.2019

Kreis-SPD verabschiedet zwei Gesichter der Partei

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Der neue Vorstand der Kreis-SPD: (von links) Dietmar Bulling ( Vorsitzender), Julia Kaltenegger (Schriftführerin), Tobias Rief, Jürgen Hartshauser, Johanna Schlögl, Jan Waschke, Mirjam Steiner, Alexander Baumgärtner (alle Stellvertreter) und Werner Herbig (Schatzmeister).

Beifall für Hans-Jürgen Weigl und Siegfried Wölz. Dietmar Bulling bekommt das Vertrauen für zwei weitere Jahre

Der Parteitag des SPD-Unterbezirkes Dillingen schenkte erneut ihrem langjährigen Vorsitzenden Dietmar Bulling sein volles Vertrauen für weitere zwei Jahre. Zu seinen Stellvertretern wurden gewählt: Alexander Baumgärtner, Jürgen Hartshauser, Tobias Rief, Mirjam Steiner, Johanna Schlögel und Jan Waschke. Mit großem Beifall verabschiedet wurden Hans-Jürgen Weigl und Siegfried Wölz – „die Gesichter der SPD im Landkreis“, so Dietmar Bulling –, für ihr mehrere Jahrzehnte langes intensives Engagement für die SPD im Landkreis Dillingen.

Mit den Worten „für ein gemeinsames Europa und gegen ein rückwärtsgewandtes Nationalstaatsdenken“ riefen Dietmar Bulling und Tobias Rief zu einer hohen Wahlbeteiligung an der Europa-Wahl am 26. Mai auf, heißt es in einer Pressemitteilung. Zu Beginn des Parteitages gedachten die Delegierten der im vergangenen Jahr verstorbenen ehemaligen Bürgermeister Wolfgang Schenk (Lauingen) und Michael Waldenmayr (Lutzingen), bevor Dietmar Bulling in seinem Rechenschaftsbericht auf die Situation der SPD in den letzten zwei Jahren zu sprechen kam. „Mit viel Leidensfähigkeit und einem Schuss Optimismus versuchen wir, aus unserem Tief herauszukommen“ beschrieb Bulling die aktuelle Lage. Dabei sei die SPD immer ein Garant für Frieden und Freiheit gewesen, wie anlässlich der Jubiläen der SPD-Ortsvereine Dillingen und Höch-städt zu ihrem 100-jährigen Bestehen aufgezeigt worden sei, heißt es. Das schlechte Abschneiden der SPD bei der Land- und Bezirkstagswahl 2018 sei angesichts der „herausragenden“ Leistungen von SPD-Politikern, wie beispielsweise Hans-Jürgen Weigl als Oberbürgermeister von Dillingen sowie als Kreisrat und stellvertretender Landrat und wie Siegfried Wölz, der als Arbeiter erfolgreich eine mittelständische Firma aufgebaut und sich als Stadt- und Kreisrat über Jahrzehnte hinweg für die Bürger eingesetzt habe, nur schwer zu begreifen. Es habe nicht an den engagierten jungen Kandidaten Tobias Rief für den Landtag und Thomas Reicherzer für den Bezirkstag gelegen, denen Bulling für ihren Einsatz vielmals dankte. Er bedauerte auch, dass Martin Müller, der ein Superkandidat für den Lauinger Bürgermeisterstuhl gewesen sei, die Wahl äußerst knapp verloren habe. Nunmehr heiße es, die Kommunalwahl 2020 in Angriff zu nehmen, um trotz schwieriger Bedingungen gut bestehen zu können. Der unvermeidliche Generationenwechsel böte aber auch die Chance, dass sich junge Kandidaten profilieren können.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands sorgte Versammlungsleiter Hubert Probst für eine zügige Durchführung der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstands. Zum Schatzmeister wurde erneut Werner Herbig gewählt, während als neue Schriftführerin Julia Kaltenegger das Vertrauen erhielt. Als Beisitzer wurden gewählt: Josef Oberfrank, Birgit Spengler, Otto Horntrich, Wolfgang Konle, Felicitas Söhner, Martin Knecht, Philipp Kaltenegger und Arnold Regending. Tobias Rief, neuer Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Dillingen, profilierte sich als überzeugter Europäer mit Herzblut in einer Rede zur Europawahl. Er erinnert daran, dass die Idee einer europäischen Gemeinschaft als Friedensprojekt aus der leidvollen Erfahrung von zwei verheerenden Weltkriegen geboren worden sei. Weil inzwischen Frieden in Europa als Normalität betrachtet werde, sei die Erinnerung an diese Wurzeln der EU leider verblasst. Die Nachkriegsjahre seien durch die Bi-Polarität von Ost und West im sogenannten Kalten Krieg geprägt gewesen, während heute multipolare Probleme wie beispielsweise Klimaschutz, Fluchtursachen und Weltwirtschaft im Vordergrund stünden. „Europakritiker sind interessanterweise dort am stärksten, wo die Menschen am meisten von Europa profitieren“, so Rief. (pm)

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