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Kommunalpolitik

15.05.2013

Künftig mehr Verkehrsschilder in der Innenstadt

„Dieser Bereich muss so gestaltet werden, dass er für den überörtlichen Verkehr unattraktiv zum Durchfahren wird.“Reiner Neumann

Höchstädt will andere, sichere Gestaltung für Herzogin-Anna-Straße

Höchstädt 2009 wurde der Lückenschluss, die Entlastungsstraße im Nordwesten Höchstädts, eröffnet. Das Ziel: weniger Verkehr in der Innenstadt. Dies ist geglückt – zumindest teilweise, wie Reiner Neumann, Geschäftsführer der Firma Modus Consult, am Montagabend in der Stadtratssitzung erklärte. Die Stadt hat ihn beauftragt, nach der ersten Verkehrsuntersuchung 2004, eine zweite im vergangenen Jahr durchzuführen.

Die Ergebnisse und entsprechende Verbesserungsvorschläge stellte er den Stadträten vor. Dabei betonte er gleich zu Beginn: „Ich empfehle Ihnen, mittel- bis langfristig Umgestaltungen im Ortskern vorzunehmen, plädiere aber dafür, dass einige Punkte sofort realisiert werden sollten.“ Dazu zählt unter anderem ein kleines Parkleitsystem. Rund um den Marktplatz – inklusive Schloss, aber ohne Nordschwabenhalle – gebe es circa 180 Parkplätze. „Aber keine Wegweiser“, so Neumann. Er empfahl dem Stadtrat einen sogenannten Tabellenwegweiser, der jederzeit ergänzbar sei. So verhindere man „wildes Parken“. „Außerdem kann man Kulturelles jederzeit hinzufügen“, so der Planer.

Die größte Umgestaltung müsse aber nach seiner Meinung in der Herzogin-Anna-Straße vorgenommen werden. Neumann sprach am Montag von einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich, könne sich auch eine reduzierte Geschwindigkeit vorstellen. „Dieser Bereich muss so gestaltet werden, dass er für den überörtlichen Verkehr unattraktiv zum Durchfahren wird.“ Mit anderer Pflasterung beispielsweise können „Widerstände“ geschaffen werden. Laut Bürgermeisterin Hildegard Wanner arbeite der Verkehrsplaner eng mit den Städtebauplanern zusammen, die derzeit das Konzept für die Umgestaltung des Schlossumfeldes planen. „Das geht Hand in Hand.“

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Aus der Verkehrsuntersuchung ging ebenfalls hervor, dass die Anliegerstraßen im Norden und im Süden der Herzogin-Anna-Straße im „normalen Bereich“ liegen. „Ich halte dort Einbahnstraßen oder Ähnliches nicht für erforderlich“, so Neumann, aber er empfehle, in den Nebengassen Schrittgeschwindigkeit einzuführen, in der Bachgasse gar eine Fußgängerzone zu installieren. Außerdem würde er die Anliegerstraßen ebenfalls optisch umgestalten, sodass eine „homogene Mischfläche“ entstehe. Die derzeitige Situation, dass in manchen Gassen zwei Autos kaum aneinander vorbeifahren können, wie etwa Stadträtin Rita Oberfrank bemängelte, bewertete der Verkehrsplaner positiv. „So wird von ganz allein langsam gefahren.“

Im ersten Schritt soll nun die Parksituation gelöst werden. „Alles Weitere behalten wir im Auge“, so Bürgermeisterin Wanner.

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