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31.03.2009

Kurzarbeit bestimmt den Arbeitsmarkt

Landkreis (aa) - "Kurzarbeit ist derzeit nicht nur in aller Munde, sondern auch eine entscheidende Einflussgröße auf dem örtlichen Arbeitsmarkt. Das arbeitsmarktpolitische Konzept, mit Kurzarbeit auf Auftragsengpässe zu reagieren, geht in Nordschwaben auf", zieht Claudia Wolfinger, die Leiterin der Agentur für Arbeit Donauwörth Bilanz. Nach aktuellem Stand sind derzeit 4350 Personen für Kurzarbeitergeld gemeldet - 1001 mehr als noch vor einem Monat. Für weitere 569 Mitarbeiter haben Firmen schon Kurzarbeit in absehbarer Zeit eingeplant.

"Es geht jetzt darum, die Betriebe best möglichst dabei zu unterstützen, ihre Belegschaft zu halten und die Zeiten des Arbeitsausfalls sinnvoll mit Qualifizierung zu nutzen. Auch hierfür gibt es finanzielle Unterstützung von der Agentur", so Claudia Wolfinger weiter.

Von Kurzarbeit betroffen sind derzeit vor allem Baubetriebe, Transportunternehmen, Automobilzulieferer und exportorientierte Unternehmen.

Bedingt durch die Kurzarbeit drückte sich der Konjunktureinbruch bisher nur in einem geringen Anstieg der Arbeitslosen aus. Im März wurden 4143 Arbeitslose gezählt, 144 mehr als noch im Februar. Im Vergleich zum Vorjahr sind 440 Menschen oder 11,9 Prozent mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote beträgt jetzt 3,4 Prozent - im Vorjahr lag sie noch bei 3,0 Prozent.

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Im März meldeten sich 1499 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Das waren 96 Personen oder 6,8 Prozent mehr als im März 2008. Gleichzeitig beendeten 1362 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, das sind 420 oder 23,6 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Derzeit noch 620 Stellenangebote

"Die Konjunkturflaute zeigt sich schon deutlich in der rückläufigen Personalnachfrage. Personalchefs sind zurückhaltend bei neuen Einstellungen", erläutert Norbert Gehring, Leiter des Arbeitgeber-Services bei der Agentur für Arbeit in Donauwörth.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth waren im März 2009 620 Stellenangebote registriert. Im Vergleich zum Februar 2009 ist das ein Rückgang von zehn Stellen, im Vergleich zum Vorjahr sogar ein Rückgang von 94 Stellen. Betriebe und Verwaltungen meldeten im März 328 Stellen neu - ein Jahr zuvor waren es noch 462 neue Stellen. Seit Jahresbeginn sind 1012 Stellen eingegangen, gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 233. Die meisten offenen Stellen gibt es für Arbeitskräfte mit metallbe- und -verarbeitenden Berufen, Elektriker, Ingenieure und Techniker und Dienstleistungskaufleute.

Im Landkreis Dillingen ist die Arbeitslosigkeit im März um 69 auf 1940 Personen gestiegen. Im Ver-gleich zum Vorjahr gab es 304 Arbeitslose mehr. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt laut Pressemitteilung 3,8 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 3,2 Prozent gelegen.

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