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Gundelfingen/Maria Medingen

02.12.2019

La Dolce Vita im Land, wo die Zitronen blühen

Das italienische Aura-Trio begeisterte im Gundelfinger Spital und im Kloster Maria Medingen.
Bild: Markus Moll

Das italienische „Aura-Trio“ begeistert Zuhörer in Gundelfingen und Maria Medingen mit einer musikalischen Reise durch Italien.

Zwei Abende voller italienischer Lebensfreude erlebten die Zuhörer in der Cafeteria im Haus der Senioren Gundelfingen und im Veranstaltungssaal der Franziskanerinnen des Klosters Maria Medingen. Die international agierenden Künstlerinnen des Aura-Trios, Simona Foglietta an der Violine, Maria Antonietta Gramegna am Violoncello und Anna Rosaria Valanzuolo am Flügel/Klavier konnten durch das europäische Erasmus-Programm für zwei Konzerte gewonnen werden. In ihrem Programm „Nostalgico Amarcord“ in Anlehnung an den italienischen Regisseur Federico Fellini zeigten die drei italienischen Künstlerinnen, was es heißt, sich mit nostalgischen Erinnerungen zu beschäftigen.

Mit dem Komponisten Sternberg begann die bunte Reise durch Italien. Der Komponist hat in dem Werk „Aus Italien“ die Zuhörer auf eine Reise durch das Land, wo die Zitronen blühen, mitgenommen. „In den Bergen“, nahm der Ausflug mit aufsteigenden Akkorden und crescendo-Linien seinen Lauf und ließ einen wundervollen Sonnenaufgang erahnen. Das Zusammenspiel von Violine, Violoncello und Klavier zeigte eindrucksvoll, wie klar und strahlend die Sonne aufsteigt. Mancher Zuhörer hörte die epochale Verbindung zu Richard Strauss’ Alpensymphonie.

Im zweiten Satz konnte man deutlich die Wellenbewegung eines venezianischen Gondoliere spüren, der im „Veneziana“ seine Fahrgäste durch die engen Kanäle der Lagunenstadt führt. Tempo- und Charakterwechsel meisterte das Trio fabulös, die Übergänge waren glatt und nahtlos. „Napolitana“ – der letzte Satz – war ein Paradestück des Trios. Regional verwurzelt zeigten sie eine Tarantella, die nur so vor rhythmischer Präzision und Feurigkeit strahlte.

La Dolce Vita im Land, wo die Zitronen blühen

Eine große Besonderheit bildete anschließend die Suite über neapolitanische Melodien. Der Komponist Gerardo Iacoucci hat diese Suite speziell für das Aura-Trio geschrieben. Den Zuhörer erwarteten bekannte Melodien wie „O Sole Mio“ in Jazz-Akkorden voller italienischer Leichtigkeit und wundervoller klanglicher Darstellung des „la Dolce Vita“.

Der zweite Teil des Konzertes zeigte die Vielseitigkeit der italienischen Filmmusik. Enrico Morricone, Rota und viele weitere Komponisten wurden von Alberto Napolitano arrangiert und klanglich durch die Musikerinnen in solch feiner Weise wiedergegeben, dass die ein oder andere Filmsequenz vor dem inneren Auge aufflackerte.

Das Trio musizierte in einer feinen Harmonik mit energetischen Akkorden, zarten Piano-Melodien und italienischen, feurigen Schlussakkorden. Abgerundet wurden die beiden Konzerte nach leidenschaftlichem Applaus mit zwei Zugaben, bei denen das Trio nochmals sein ganzes Können zeigte. Zwei wundervolle Abende voller italienischer Lebensfreude, die nach Meer und mehr verlangen. (pm)

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