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Blindheim

04.11.2019

"Landfrauenküche": Barbara Knötzinger aus Blindheim kocht im TV

Landwirtin aus Leidenschaft: Barbara Knötzinger betreibt zusammen mit ihrem Mann den „Büachele-Hof“ in Blindheim. Am Montagabend ist sie Gastgeberin in der Sendung „Landfrauenküche“.
Foto: Knötzinger

Plus Barbara Knötzinger aus Blindheim vertritt in der Sendung „Landfrauenküche“ den Bezirk Schwaben. In der Küche hat die Vegetarierin einige Tipps auf Lager.

Barbara Knötzinger war in diesem Sommer viel in Bayern unterwegs. Die Landwirtin aus Blindheim besuchte jeden einzelnen Regierungsbezirk des Freistaates – für Dreharbeiten. Knötzinger ist Teil der Sendung „Landfrauenküche“ des Bayerischen Rundfunks (BR). In diesem Format besuchen und bekochen sich Landwirtinnen gegenseitig. Am Montagabend sind diese zu Gast bei der 30-Jährigen, die in dieser Staffel den Regierungsbezirk Schwaben vertritt.

Landfrauenküche: Die Knötzingers ernähren sich vegetarisch

Knötzinger nimmt im Feld der sieben Landfrauen eine Sonderrolle ein. Zum einen, weil sich ihr „Büachele-Hof“ dem Ökolandbau verschrieben hat. Der Betrieb aus Blindheim, den Knötzinger zusammen mit ihrem Mann Michel führt, baut unter anderem Kartoffeln, Karotten oder Pastinaken unter biologischen Bedingungen an. Zum anderen, weil sich die Landwirtin, ebenso wie ihre Familie, vegetarisch ernährt. So war natürlich auch das Drei-Gänge-Menü, das Knötzinger ihren Gästen servierte, ohne Fleisch.

„Ich bin gespannt, ob man davon satt wird“, sagt eine Kandidatin auf dem Weg zum „Büachele-Hof“. Dort angekommen, erfahren die Gäste und TV-Zuschauer einiges über den Betrieb, den Knötzinger vor vier Jahren von ihrem Vater Erhard übernommen hat, einem Pionier der Bio-Bewegung. Er stellte 1987 von konventionellem auf Ökolandbau um. „Dafür war Mut erforderlich“, sagt er. Damals sei diese Ausrichtung „nicht salonfähig“ gewesen. Von konventionellen Kollegen hätte er sich einiges anhören müssen. Und das, obwohl damals schon ein Artensterben zu beobachten gewesen sei. „Es kann niemand in meiner Generation sagen, ihm wäre nicht aufgefallen, dass die Maikäfer verschwunden sind.“ Thema ist auch die neue Aufbereitungs- und Abpackhalle, die die Familie vor Kurzem errichtet hat. „Natürlich hat man Angst vor dem Risiko“, sagt die junge Landfrau angesichts der großen Investition. „Aber wenn, dann will ich es gescheit machen.“ Auch Geschlechterrollen in der Landwirtschaft spricht Knötzinger an. „Das ist ein ziemlich männerdominierter Beruf“, sagt sie. „Ich musste mich schon ein wenig durchkämpfen.“

Barbara Knötzinger verwendet selbst angebautes Gemüse

Mittlerweile hat sie sich einen Namen gemacht. Für die Sendung „Landfrauenküche“ habe sie sich nicht beworben, sondern der BR sei auf sie zugekommen, erzählt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihr sei es wichtig, niemanden zum Vegetarismus zu überreden, sondern lediglich auf ihre Argumente aufmerksam zu machen: den Tier- und Umweltschutz. In der Küche bringe diese Einstellung keine Nachteile mit sich, schließlich könne man auch ohne Fleisch lecker kochen. „Aus Gemüse lassen sich nicht nur Beilagen, sondern auch tolle Hauptgerichte machen“, sagt sie.

Das zeigt sie in der Sendung. Zur Vorspeise kocht sie ein Wurzelpetersilien-Süppchen mit Meerrettich und Vollkorn-Croutons. Die Hauptspeise besteht aus Karotten-Dinkel-Bratlingen mit Kräuterquark und Rosmarinkartoffeln. Und zur Nachspeise bekommen die bayerischen Landfrauen ein Erdbeereis mit Apfelspalten und Walnüssen serviert. Dass das Menü, das Knötzinger zusammen mit ihrer Schwester Julia zubereitet, aus selbst angebautem Obst und Gemüse besteht, versteht sich von selbst.

Hefeflocken als Käseersatz

In der Küche hat die Blindheimerin einige Tipps auf Lager. Etwa, wie schmackhaft die oft wenig bekannte Wurzelpetersilie ist. Dass man Dinkel am besten selber frisch mahlt. Wie gut Schabzigerklee in einen Kräuterquark passt. Und dass Veganer Hefeflocken als würzigen Käseersatz verwenden, vergleichbar mit einem Parmesan. Den Gästen auf dem „Büachele-Hof“ schmeckt das Menü zum großen Teil. „Ich glaube, es kam ganz gut an“, freut sich Knötzinger. Sie erzählt, dass sie für die Dreharbeiten in diesem Sommer viel unterwegs war. Das Filmteam begleitete sie unter anderem eine Woche bei sich zu Hause. „Da ist auf dem Hof einiges an Arbeit liegen geblieben“, sagt die Landwirtin. Aber die Teilnahme an der Sendung sei eine tolle Erfahrung gewesen, und es seien Freundschaften zu den anderen Landfrauen entstanden.

Die Sendung mit Barbara Knötzinger ist am Montagabend um 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen zu sehen, und jederzeit in der BR-Mediathek.

Derzeit ist auch die Landwirtin Alina Zacher aus Lauingen im TV-Format "Trecker Babes" zu sehen. Lesen Sie dazu:

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