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Landkreis Dillingen
01.09.2021

So unterscheiden sich die Gehälter im Landkreis Dillingen von Nachbarkreisen

Im Landkreis Dillingen verdienen die Menschen teilweise weniger Geld als in den Nachbarlandkreisen.
Foto: Christian Ohde

Die Gehälter im Landkreis Dillingen sind im Schnitt auf dem Niveau von 2019. In zwei Nachbarlandkreisen verdienen die Menschen mehr Geld.

Wie unterscheiden sich die Entgelte regional, nach Geschlecht und nach Alter? Zahlt sich eine Qualifizierung aus? Die aktuelle Entgeltanalyse der Statistik der Bundesagentur für Arbeit – Stand: 31.12.2020 – beleuchtet den Verdienst in vielen Facetten. Dabei wird laut Pressemitteilung der Median (mittleres Arbeitsentgelt) der monatlichen Bruttoentgelte sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigter für den Vergleich zugrunde gelegt.

Vor allem die starke Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld hat im vergangenen Jahr den Anstieg bei den Entgelten gebremst. Auch ausbleibende Sonderzahlungen oder ausgesetzte Erhöhungen bewirken einen Rückgang oder einen schwächeren Anstieg. Die Daten beruhen auf dem Stand vom 31. Dezember 2020. In Bayern verdienen Vollzeitbeschäftigte in der Stadt Erlangen, in Ingolstadt sowie im Landkreis und in der Stadt München mit einem Einkommen von mehr als 4.500 Euro am meisten. Ein höheres Gehalt bedeutet aber nicht automatisch, mehr Geld in der Tasche zu haben. Bei der Interpretation des Durchschnittseinkommens sind auch die großen Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten innerhalb der Regionen zu berücksichtigen.

Im Landkreis Dillingen verdienen Männer 446 Euro mehr als Frauen

In den Kreisen unserer Region liegen die mittleren Einkommen bei 3.551 Euro (Landkreis Donau-Ries), 3.355 Euro (Landkreis Dillingen), 3.260 Euro (Landkreis Günzburg) und 3.532 Euro (Landkreis Neu-Ulm). Die Löhne und Gehälter bewegen sich in den Landkreisen Dillingen, Günzburg und Donau-Ries auf dem Niveau des Jahres 2019. Im Landkreis Neu-Ulm ist das Medianeinkommen um 20 Euro gesunken.

Im Landkreis Donau-Ries liegt der Verdienst der Männer 840 Euro und im Landkreis Neu-Ulm 829 Euro über dem der Frauen. Dieser Trend setzt sich – wenn auch abgemildert – in den Landkreisen Günzburg (606 Euro) und Dillingen (446 Euro) fort. Gründe für diese Differenz gibt es viele, meint Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth. „Ein wesentlicher Faktor für die unterschiedlichen Verdienstmöglichkeiten von Männern und Frauen ist die regionale Wirtschaftsstruktur. Berufsfelder, in denen überproportional Arbeitnehmerinnen tätig sind, werden insgesamt geringer entlohnt.

Frauen übernehmen seltener Führungspositionen

Dass Frauen zudem seltener Führungspositionen übernehmen und aufgrund von Kinderbetreuung länger in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt sind, verschärft diese Differenz zusätzlich“, erklärt Paul. Neben den regionalen Unterschieden spiele die Qualifikation eine entscheidende Rolle für das Gehalt. „Lohnend ist geschlechterübergreifend immer eine Aus- und Weiterbildung.

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Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht nur die beste Arbeitslosenversicherung, sie ist auch ein Garant für einen besseren Verdienst“, betont Paul. So verdienen in Nord- und Westschwaben sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte mit einem Berufsabschluss durchschnittlich rund 770 Euro mehr als ihre ungelernten Kollegen und Kolleginnen. Die Agentur für Arbeit informiert Interessierte zu Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung vor Ort und berät über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten. (pm)

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