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Stammtisch in Dillingen

03.03.2016

Landwirte klagen über Flächenfraß durch neue B16

Der Flächenfraß beim Bau der neuen B16 war am Donnerstag Thema beim Stammtisch des Bauernverbands in Halle O. Dort diskutierten (von links) BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer, CSU-Kreisrat Alfred Schneid, BBV-Ortsobmann Eduard Berchtenbreiter, Bürgermeister Friedrich Käßmeyer und Stefan Birkner.
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Der Flächenfraß beim Bau der neuen B16 war am Donnerstag Thema beim Stammtisch des Bauernverbands in Halle O. Dort diskutierten (von links) BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer, CSU-Kreisrat Alfred Schneid, BBV-Ortsobmann Eduard Berchtenbreiter, Bürgermeister Friedrich Käßmeyer und Stefan Birkner.
Bild: Berthold Veh

Auf der WIR kommen beim Bauernverband kontroverse Themen auf den Tisch. Schon 15580 Besucher auf der Messe.

Das triste Wetter scheint für die Dillinger Wirtschaftsausstellung tatsächlich ideal zu sein. Am zweiten Messetag gab es am Donnerstag einen großen Zulauf bei der WIR 2016. Bis zum Abend zählte Messeorganisator Josef Albert Schmid 8100 Besucher. Damit haben bereits 15580 Menschen die Regionalschau im Dillinger Donaupark gesehen. Immer voll belegt ist Halle O, das Zelt des Bayerischen Bauernverbands (BBV). Dort servieren die Landfrauen nicht nur köstliche Kuchen, beim Stammtisch kommen täglich ab 14 Uhr heiß diskutierte Themen auf den Tisch.

Am Donnerstagnachmittag ging es um Trinkwasserschutz und den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen. BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer nannte als Beispiel den Bau der neuen B16 in Dillingen. „Hier sind 50 Hektar beste Böden verschwunden“, klagte der Moderator. Und beim Weiterbau der Bundesstraße in Höchstädt, für den jetzt das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wurde, gingen den Bauern weitere 57 Hektar verloren – 45 Hektar für den Straßenbau und zwölf Hektar bei den Ausgleichsflächen. Insbesondere die Ausgleichsflächen sind Landwirten ein Dorn im Auge. Aber Bayer ließ auch keinen Zweifel daran, dass den Landwirten beim Bau der B16 in Höchstädt die Bahntrasse oder eine Südumgehung lieber wäre.

Dem widersprach der CSU-Kreisrat und Wertinger Wirtschaftsreferent Alfred Schneid. Der Flächenfraß sei zwar ein großes Problem. Flächennutzungspläne müssten deshalb aktualisiert und den Landwirten Entwicklungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Beim Weiterbau der B16 neu sei aber die Entscheidung für eine Trasse im Norden von Höchstädt gefallen, sagte Schneid. „Wenn wir jetzt wieder darüber diskutieren, dann fangen wir erneut bei null an“, warnte der CSU-Politiker.

Landwirte klagen über Flächenfraß durch neue B16

Der Dillinger BBV-Ortsobmann Eduard Berchtenbreiter, der Kreisvorsitzende der Jungbauern, Stefan Birkner, und der Mörslinger Landwirt Michael Eberle waren damit nicht einverstanden. „Hier werden beste Böden geopfert, für nichts und wieder nichts“, schimpfte Eberle. Die Trasse, so Birkner, durchschneide 32 Feldwege – und nur für zwei gebe es Brücken. Beim Thema Trinkwasserschutz sprach Glötts Bürgermeister Friedrich Käßmeyer, Vorsitzender des Zweckverbands Glöttgruppe. Durch das Miteinander mit den Landwirten, die großzügige Entschädigungen erhalten, könne man den Nitratgehalt im Wasser niedrig halten. Bei der Glöttgruppe seien es nur acht Milligramm pro Liter. "Sonderseite 23

Am Samstag geht es am Stammtisch um Flutpolder. Am Sonntag moderiert Tilmann Schöberl vom Bayerischen Rundfunk eine Asyldebatte.

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