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Syrgenstein

18.08.2020

Langeweile kommt bei Bernd Steiner nicht auf

Auch im Ruhestand kommt bei Bernd Steiner, der 36 Jahre lang Bürgermeister von Syrgenstein war, keine Langeweile auf.
Bild: Silva Metschl (Archiv)

Plus 100 Tage nicht mehr im Amt: Nach 36 Jahren als Bürgermeister von Syrgenstein genießt Bernd Steiner den Ruhestand. Dabei hat er viel zu tun.

Auch im Ruhestand hat Bernd Steiner, der 36 Jahre lang Bürgermeister in Syrgenstein war, viel zu tun: „Ich arbeite immer noch meine Prioritätenliste ab.“ In ein Loch gefallen sei er deshalb nach der Amtsübergabe nicht.

Bernd Steiner arbeitet an seinem Haus im Allgäu

Ein Punkt auf seiner To-do-Liste ist der Bau eines Carports mit Fotovoltaikanlage an einem Haus im Allgäu, das er besitzt. Erst vergangenen März und April war er dort. „Jetzt ist es da aber völlig mit Tagestouristen überlaufen.“ Generell halten sich seine Aufenthalte im Allgäu und im Bachtal die Waage.

Denn auch in Syrgenstein erwarten den ehemaligen Bürgermeister einige Aufgaben. Politisch ist er weiterhin im Kreisrat tätig. Außerdem hat er das Kochen für sich entdeckt. Von Gyrosbraten über Krautwickel oder selbst gemachte Gemüsepfanne ist alles dabei: „Ein Lieblingsgericht beim Kochen habe ich nicht.“ Wichtig sind ihm regionale Zutaten, vieles stammt sogar aus dem eigenen Garten oder von der Streuobstwiese: „Allein durch die Pflege des Gewächshauses kommt keine Langeweile auf“, sagt Steiner und lacht.

Fürs Nichtstun ist Bernd Steiner nicht gemacht

Wenn er doch mal etwas freie Zeit hat, setzt er sich nur hin und genießt das Leben. „Aber nie länger als eine Stunde“, fügt er an. Denn zum Nichtstun sei er nicht gemacht.

An Haus und Hof fiele immer etwas an: Erntezeit, kaputte Maschinen und der Bau eines Wintergartens stehen ebenfalls auf Steiners To-do-Liste. Außerdem bringt er seiner Enkelin, die im Herbst eine Ausbildung bei Deutz-Fahr beginnt, auf deren Wunsch hin das Elektroschweißen bei.

Die Kommunalpolitik beschäftigt ihn weiterhin. Wenn er am Jugendzentrum oder der Bachtalhalle vorbeifährt, schaue er immer noch automatisch, ob dort alles in Ordnung ist, erzählt er. Mit der Arbeit des Gemeinderates und seiner Nachfolgerin und Tochter Mirjam Steiner zeigt er sich zufrieden: „Da läuft schon einiges an Projekten hinter den Kulissen ab.“

An der Verwaltung ist er zwar inzwischen nicht mehr beteiligt, ein paar Telefonate habe es aber noch gegeben: „Das Angebot steht weiterhin.“

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