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Lauingen
09.10.2021

Im Kreis Dillingen auf den Routen der Römer radeln

Auch am Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen führt die Tour Donautal-M vorbei. Dort ist auch die Station einer Lauschtour.
Foto: Fouad Vollmer

2007 stand Lauingen im Mittelpunkt vom Donautal-Radelspaß. Wo die Strecken entlangführen.

Der Donautal-Radelspaß ist im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen. Auch heuer ist eine große Veranstaltung nicht möglich. Stattdessen stellt Donautal-aktiv jede Woche Touren im schwäbischen Donautal vor, die man individuell abradeln kann. Wer unterwegs in einem Gasthaus oder Restaurant Rast macht, kann am Gewinnspiel von Donautal-aktiv teilnehmen. Einsendeschluss ist am 31. Oktober. Mehr dazu und weitere Informationen für die Touren findet man unter donautal-radelspass.de

Die Strecken des Donautal-Radelspaßes 2007 rund um Lauingen standen ganz unter dem Motto „Radeln auf den Spuren der Römer“. Die Römer haben das Schwäbische Donautal in vielerlei Hinsicht geprägt und die Spuren dieser Zeit lassen sich bis heute in der Region entdecken. Die Streckenführung orientierte sich an den beiden ehemaligen Römerstraßen Via Julia und Via Danubia. Vor diesem kulturellen Hintergrund kann man das Schwäbische Donautal von einer ganz neuen Seite kennenlernen.

Die erste Strecke führt über Baumgarten

Lauingen – Faimingen – Echenbrunn – Peterswörth – Offingen – Schnuttenbach – Baumgarten – WindhausenGlött – Weisingen – Lauingen; Startpunkt beim Marktplatz Lauingen (Koordinaten 48.57094, 10.43057)

Die Tour startet am Marktplatz vor dem klassizistischen Rathaus, dem Albertus-Magnus-Denkmal und dem Schimmelturm , in westlicher Richtung. Wir folgen dem mit vier Sternen ausgezeichneten Donauradweg. Über die Herzog-Georg-Straße vorbei an der Pfarrkirche St. Martin und dem Herzogschloss.

Weiter dem Donauradweg folgend gelangen wir im Ortsteil Faimingen zur Apollo-Grannus-Tempelanlage. Mehr dazu erfährt man über die Bayerisch-Schwaben-Lauschtour „Auf der Via Danubia durchs Donautal“. Der Weg führt nach Echenbrunn, wo wir den Donauradweg verlassen und über die Brenztour durch die Brenzaue radeln. In Gundelfingen, kurz nach dem Gartnersee verlassen wir die Brenztour und nehmen den Donauradweg nach Peterswörth.

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Von Gundelfingen geht es nach Offingen

Für die erste Radlerpause bietet sich ein Stopp beim Gasthof Wünschsee oder dem Fischerheim an. Danach geht es weiter Richtung Offingen, wo nach etwa zwei Kilometern die Engel-Kapelle der Elfriede-und-Siegfried-Denzel-Stiftung steht. Die Kapelle mit ihren zwölf gedrechselten Rundsäulen erinnert an einen Tempelbau.

Wir radeln weiter auf dem Donauradweg bis zur Donaubrücke in Offingen, wo sich eine weitere Pausenmöglichkeit bei der Radlertankstelle anbietet. Über die Herrenwörthstraße, den Pfaffenbogen, die Aberthamerstraße und Grabenäcker gelangen wir nach Schnuttenbach. Auf der Dorfstraße radeln wir durch den Ort und am Ende über die Baumgartner Straße weiter. Auf halber Strecke zwischen Schnuttenbach und Baumgarten erreicht man die Römersäule. Über Baumgarten und Windhausen führt der Weg nach Glött. Dort lohnt ein kleiner Abstecher zum Fuggerschloss, das in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Wasserschloss erbaut wurde. Heute beherbergt das Schloss die Behinderteneinrichtung Regens Wagner mit mehr als 100 Wohnplätzen.

Auch am Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen führt die Tour Donautal-M vorbei. Dort ist auch die Station einer Lauschtour.
Foto: Fouad Vollmer

Der Platz der Begegnung gleich beim Schloss bietet sich für eine längere Radlerpause an. Nicht unerwähnt bleiben sollte die Lourdesgrotte in der Fuggerstraße. Dort treffen die Radler wieder auf den Via Danubia-Radweg und folgen diesem nach Weisingen. Über die Staudenbergstraße geht es zur Hauptstraße und weiter dem Radweg an der Lauinger Straße (DLG 24) folgend zu den Wagerseen.

Wer Lust auf italienisches Flair hat, der macht einen kleinen Abstecher zur Pizzeria „Klein Sizilien“. Zurück zum Radweg und weiter Richtung Lauingen radeln wir zum Auwaldsee, wo eine weitere Rast beim Vesperhäusle möglich ist. Es ist nur noch ein kurzes Stück bis Lauingen und zum Startpunkt am Marktplatz. Wer noch genügend Kraft in den Beinen hat, kann auf den Schimmelturm steigen. Den Schlüssel dazu gibt es im Hotel Lodner.

Die zweite Strecke streift den Kreis Günzburg

OffingenReisensburg – Nornheim – Harthausen – Remshart – Konzenberg – HaldenwangRoßhauptenGlöttweng – Heudorf – Glött – Rieder – GundremmingenOffingen

Startpunkt bei der Radlerstankstelle Offingen (Koordinaten 48.49216, 10.36525). Die Donautal-L-Runde startet an der Radlertankstelle Offingen und führt über die Via Danubia in Richtung Reisensburg. Ungefähr auf halber Strecke entdecken wir in der Karte den Eintrag „Landstrost“. Dort, auf Schloss Landstrost, residierten die Freiherren Freyberg-Eisenberg. 1872 nach einem Erdrutsch wurde es abgetragen.

An der Stelle steht seit vielen Jahren der Aussichtsturm Offingen, der aktuell wegen Renovierungsarbeiten gesperrt ist, aber im Jahr 2022 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Über Nornheim und Harthausen geht es nach Remhart und zum Silbersee. Dort treffen wir auf die nächste „Römerstraße“, die Via Julia. Dieser folgen wir über Konzenberg, Haldenwang und Roßhaupten bis nach Glöttweng. Eine Stärkung gibt’s beim Gasthof Adler, eine Erfrischung beim Barfußpfad Glöttweng.

Zum Fuggerschloss nach Glött

Immer weiter dem Glöttradweg folgend, gelangen wir nach Heudorf und nach Glött. Auf dieser Tour führt die Strecke direkt am Fuggerschloss vorbei. Wir folgen der Radwegebeschilderung Wasser und Weite und Via Danubia bis nach Aislingen. Dort kann man im Landgasthof Adler einkehren. An der Ecke Rieder Straße/Karl-Bernhard-Straße wurde ein römischer Spielplatz angelegt, den man alternativ für ein Picknick nutzen kann.

Über Rieder gelangt man nach Gundremmingen und durchquert den Ort, bis man am westlichen Ortsrand auf die Franziskuskapelle stößt, ein Ort der Stille und Besinnung. Weiter über die Via Danubia und entlang des Planetenweges radelt man nach Offingen und dem Startpunkt zurück. An der Radlertankstelle kann man die Erlebnisse des Tages noch mal an sich vorbeiziehen lassen.

Donautal-aktiv organisiert nicht nur den Radelspaß. Was noch alles hinter dem Verein steckt, verrät die neue Homepage unter donautal-aktiv.de

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