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06.10.2017

Lauingens neue alte Fassade

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2 Bilder
Vorher: So sah es von innen heraus aus, als 2016 der Bau um die Fassade abgerissen war.

Lange Zeit prägten Baustellen die Erscheinung des Ortes. Doch in der Mohrenstadt hat sich viel getan und ein Ende der Bauarbeiten ist in Sicht

Ruinen, Geröll, Steine – und das mitten im Zentrum. Was Rom zu einem Touristenanziehungspunkt macht, ist für die Lauinger Innenstadt architektonisch gesehen wenig gewinnbringend. Doch bei den Lauinger Baustellen hat sich in jüngster Vergangenheit – vor allem im Hirsch-Areal und der Johann-Röhm-Straße – ein großer Fortschritt ergeben. Besonders spannend ist dabei das Zusammenspiel von alten und neuen Elementen.

Fast jeder, der schon einmal Lauingens Innenstadt besucht hat, kennt es: Das Hirsch-Areal in der Herzog–Georg-Straße. Besonders eins sticht dabei ins Auge: Die Fassade der ehemaligen Brauerei, die bereits im Jahre 1635 gegründet wurde. Ihre Erhaltung ist mit einem großen stadthistorischen Wert verbunden – das hatte zur Folge, dass der Umbau des Areals auf eine etwas ungewöhnliche Art stattfand: Das alte Gebäude wurde abgerissen und die historische Fassade stand eine Zeit lang ohne Drumherum da.

Inzwischen hat sich auf dem Hirschareal aber Einiges getan: „Der Rohbau ist schon durch“, sagt Bauleiter Haydar Tintas vom Bauunternehmen Abenstein. Zur Zeit stünden die Dachdeckarbeiten an. Die Wohnungen im Altbau seien schon verkauft.

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In den Neubau, der sich an den historischen Teil anschließt, kämen vor allem Arztpraxen: „Es wird eine Art Ärztehaus“, sagt Tintas. Bis zum 1. März soll alles fertig sein, die Bauarbeiten verlaufen laut seiner Aussage nach Zeitplan.

Die Herausforderung der Sanierung bestand darin, die alten, denkmalgeschützten Elemente – wie eben die Fassade der ehemaligen „Brauerei zum Hirschen“ – gekonnt mit neuen Gemäuern zu verbinden. Die modernen Elemente wurden den ursprünglichen angepasst: „Wir haben uns nach alten Bildern gerichtet“, sagt Tintas. Auch das Wagnerhaus in der Herzog-Georg-Straße sei der ursprünglichen Optik nachempfunden, die Simse beispielsweise seien erhalten worden, sagt Tintas.

Das Projekt in der Johann-Röhm-Straße ist abgeschlossen. Ende 2016 sind die ersten Bewohner eingezogen, und inzwischen sind alle zwölf Doppelhaushälften bewohnt. Noch vor eineinhalb Jahren befanden sich dort, wo nun Familien mit Kindern in ihren hauseigenen Gärten spielen können, nur Ruinen, weiß Alfred Hitzler. Sein Planungsbüro wurde 2015 von den Eigentümern beauftragt. Der Anfang dieser „Odyssee“, wie Hitzler es betitelt, liegt viel weiter zurück: Vor 20 Jahren wollten sich bereits Bauträger an die Sanierung der Häuser in der Johann-Röhm-Straße machen, was jedoch scheiterte.

Heute scheinen diese Komplikationen vergessen und die Nachbarschaft freue sich laut Hitzler über schöne Doppelhäuser mit Terrasse und Stellplatz, die dem Stadtbild sehr zuträglich seien. Das Planungsbüro „Hitzler und Burdack“ befindet sich nun auch selbst in einem der neuen Gebäude.

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