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Abfall

13.07.2020

Lauinger Pilotprojekt startet

Im Juli ging das Lauinger Pilotprojekt Containerpaten an den Start: (von links) Containerpatin Margot Khan, AWV-Werkleiter Gerhard Wiedemann, Markus Schirmer vom Ordnungsamt, Bürgermeisterin Katja Müller, Christoph Mayer vom Bauamt und Containerpate Horst Eberhardt. Auf dem Bild fehlt Containerpate Werner Langer.
Bild: H. Siebert/Stadt Lauingen

Containerpaten wollen künftig dafür sorgen, dass weniger Müll herumliegt

Margot Khan, Horst Eberhardt und Werner Langer heißen die neuen Containerpaten, alle drei sind seit Anfang Juli im Amt. Ihre Aufgabe ist es, illegale Müllablagerungen an den Containerstationen zu melden, Verstöße zur Anzeige zu bringen und so für mehr Sauberkeit zu sorgen. Margot Khan übernimmt den „Oberen Schanzweg“, Werner Langer den „Schweinemarkt“ in Nachbarschaft zum Gasthaus „Drei König“, der pensionierte Polizist Horst Eberhardt ist für die drei Stationen „Birkackerhöfe/Wittislinger Straße“, „V-Markt“ und „Lindenstraße“ zuständig.

Ins Rollen kam die Aktion durch die Stadt Lauingen, weil illegale Müllablagerungen an den Containerstationen immer mehr zunahmen. „Auch die Bürgermeldungen der Lauingen-App griffen die Thematik verstärkt auf“, so Bürgermeisterin Katja Müller. Zeit also, um zu handeln und die Sache dem Abfall-Wirtschaftsverband Nordschwaben (AWV) zu melden. Werkleiter Gerhard Wiedemann reagierte sofort und brachte die Idee der Containerpaten ins Spiel, ein Pilotprojekt für die Landkreise Dillingen und Donau-Ries, in beiden ist der AWV für insgesamt 330 Containerstationen zuständig (wir berichteten). Bewährt sich das Lauinger Pilotprojekt Containerpaten, wird es ausgeweitet. Leo Schrell, Dillinger Landrat und stellvertretender AWV-Vorsitzender, begrüßt das Pilotprojekt nachdrücklich. Sein Dank geht an die „drei Lauinger Paten fürs Bürgerengagement, das für mehr Sauberkeit sorgt.“

In einer AWV-Schulung gab es für die drei Lauinger Containerpaten, sie meldeten sich auf einen Aufruf der Stadt, eine kompakte Einweisung: Containerstationen regelmäßig kontrollieren, alles was hier nicht hingehört, wie Farbeimer, Fahrräder, Altkleider und Möbel an den AWV melden, selbst nichts anfassen wegen fehlender Schutzkleidung. Dann rollen für Lauingen der AWV-Mitarbeiter Gani Gergurri und seine Helfer von der Lebenshilfe Dillingen im Ducato an, um die Hinterlassenschaften mitzunehmen. Containerpatin Margot Khan wohnt in Lauingens Altstadt und sieht die zunehmende Müllproblematik. Ihr Motto: „Handeln, statt nur zu lamentieren“, der Meinung ist auch ihr neuer Kollege Eberhardt. Für ihr Engagement gibt’s eine Aufwandsentschädigung vom AWV.

Immer mehr Müll, das ist ein Problem, das laut Pressemitteilung nicht nur Lauingen betrifft. Anderen Kommunen geht es ähnlich. „1000 Kubikmeter Müll jährlich in 2017, heute jährlich 3000 Kubikmeter“, sagt AWV-Werkleiter Wiedemann beim Blick auf die Zahlen für die Landkreise Donau-Ries und Dillingen. In Lauingen werden mehrere Containerstationen künftig mit Videokameras ausgestattet, „und die sind scharf gestellt“, sagt Wiedemann. Wo und wann, verrät er nicht. (pm)

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