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Lauingen

03.11.2017

Lauinger SPD reflektiert Bundestagswahl

Die Lauinger SPD sprach auch über die Themen, die in der Region zuletzt besonders diskutiert wurden.
Bild: Annette Zoepf (Symbolfoto)

Die Genossen diskutieren das Abschneiden ihres Direktkandidaten. Bei der Verkehrsführung sei zuletzt „nicht alles glücklich“ gelaufen, doch es gebe Positives zu vermelden.

Das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl war eines der Themen der SPD-Mitgliederversammlung. Der Ortsvorsitzende Dietmar Bulling setzte sich kritisch mit möglichen Gründen und Konsequenzen auseinander. „Unser Direktkandidat Christoph Schmid war sehr engagiert, aber der Bundestrend war einfach gegen uns.“ Die Zuwanderungspolitik habe alles überstrahlt, sodass mit anderen politischen Themen kein Durchkommen mehr gewesen sei. Trotz aller derzeitigen Geplänkel bei den Sondierungsgesprächen, sind die Lauinger Sozialdemokraten sicher: „Jamaika wird kommen, koste es, was es wolle.“ Bulling erinnerte aber auch an die zeitnah anstehende Nominierung der Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahlen im nächsten Jahr.

Der zweite Bürgermeister zeigte sich beim Thema Verkehrsberuhigung in der Innenstadt zunächst erfreut, dass dieses Thema offenbar das lokalpolitische Interesse der Bürger wecke, wie es schon lange nicht mehr der Fall gewesen sei. Er unterstrich, dass es mit den Änderungen in der Verkehrsführung um eine Reduktion des Durchgangsverkehrs, das Heraushalten des Schwerlastverkehrs und eine Verbesserung der Wohnqualität in der Innenstadt gegangen sei. „Tempo 30 ist in historischen Innenstädten landauf, landab üblich.“

Fraktionsvorsitzender Markus Stuhler räumte ein, dass bei diesem Thema in den letzten Monaten nicht alles glücklich gelaufen sei. Gerade das Patt in der letzten Stadtratssitzung bei der Abstimmung über die erneute Anpassung der Verkehrsregelung fand Stuhler bedauerlich. Dennoch stehe er zum vorliegenden Kompromissvorschlag: Errichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches am Marktplatz (Tempo 20), Reaktivierung der Ampeln an der Geiselina- und Brüderstraße, um die Verkehrssicherheit vor allem für Schulkinder, ältere und behinderte Mitbürger zu gewährleisten, und eine bauliche Verengung der oberen Herzog-Georg-Straße, um dort einen Tempo-30-Bereich beibehalten zu können.

Bürgermeister Wolfgang Schenk betonte, dass all diese Aspekte aktuell geprüft würden, inwieweit sie dem Verkehrsrecht standhielten. „Wir wollen und werden dieses Thema lösen.“ Stadtrat Martin Knecht wiederholte seine Kritik an der Art und Weise, wie die Diskussion in dieser Sache über die Medien eskaliert sei: „Die Bürger hatten und haben sich größtenteils an die Änderungen gewöhnt. Sie waren mehrheitlich nicht unzufrieden. Die Stimmungsmache, die da von einigen betrieben wurde, die im Stadtrat mehrfach für diese Änderungen gestimmt hatten, war Negativ-Marketing für Lauingen der übelsten Art.“

Die beiden Bürgermeister gaben abschließend einen Überblick über erfreuliche Entwicklungen: Die Sanierung der Ludwigstraße und die Errichtung des fachärztlichen Versorgungszentrums im Lauinger Osten ist im Gange. Die Sanierung der Johannesstraße und des Löwenkreisels sowie die Fertigstellung des Hirschareals erfolgen 2018. Die Entwicklung der Gewerbegebiete rund um Same Deutz Fahr, Gruma, Dirr und StoVerotec sei herausragend. Der Startschuss für die Erschließung neuer Baugebiete ist im Stadtrat erfolgt. Erfreulicherweise seien trotz Einweihung des Kindergartens St. Martin weitere Investitionen in Kinderkrippen- und Kindergartengruppen notwendig, da der Bedarf weiter wachse.pm

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