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Lösungen für Kreiskliniken gesucht

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Kommentar Von Cordula Homann
17.03.2018

Der Dillinger Kreistag hat eine Resolution für die Geburtshilfe am Dillinger Kreiskrankenhaus beschlossen. Allerdings nicht einstimmig.

Monatelang hat Kämmerin Rosi Mayerle, haben Fraktionen und Ausschüsse am Haushalt des Landkreises gefeilt. Es ist inzwischen Tradition, dass die ersten Entwürfe eine Deckungslücke aufweisen, die sich wenige Tage vor der abschließenden Kreistagssitzung ins Nichts auflöst. Als es dieses Mal so weit war, grätschte die CSU noch dazwischen. Auf ihren Antrag hin wurden die Schulden um weitere 1,5 Millionen, also insgesamt 2,6 Millionen Euro reduziert. Dennoch werden es Ende des Jahre wohl 52,7 Millionen Euro Schulden sein – eine gewaltige Summe. Alle Fraktionen wollen die Schulden senken. Doch mit der bislang veranschlagten Million pro Jahr ist es nicht getan.

Viele Ideen sind am Freitag vorgeschlagen worden, was sich ändern könnte, damit der Landkreis wieder Luft für Investitionen hat. Zudem will sich das Gremium bei einer Sondersitzung im Sommer mit den Schulden auseinandersetzen. Angesichts dessen, dass die Zahlen für 2019 nicht viel besser aussehen, ist es höchste Zeit dafür.

Was die Kreisräte besonders belastet, ist die Situation der Krankenhäuser. Das Defizit beläuft sich heuer auf drei Millionen Euro. Für nächstes Jahr geht die SPD von vier Millionen aus, weil die Honorarätze, die den Personalmangel in der Geburtshilfe überbrücken, vermutlich einiges kosten. Zudem wird weniger eingenommen, wenn die Geburtshilfe ab Freitag mehrere Wochen schließt. Und wer weiß, was das neue Personal kostet und wie sich die politischen Rahmenbedingungen entwickeln? Gute Einfälle sind gefragt. Auch die Frage von Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz sollte zu denken geben: Warum klappt es in anderen Krankenhäusern gleicher Größe?

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