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29.05.2017

Medlingen kämpft weiter gegen Windräder

Medlingen will weiter gegen Windräder kämpfen.
Bild: DPA

Die Gemeinde arbeitet derzeit eine Stellungnahme aus. Was in den nächsten drei Jahren sonst noch wichtig ist

Momentan beschäftigen sich alle Gemeinderäte im Landkreis noch einmal mit dem Regionalplan in Sachen Windkraft. Auch bei Medlingen ist darin weiterhin ein Gebiet für Windräder ausgewiesen. Wie will die Gemeinde hier weiter vorgehen?

Taglang: Wir werden wie bisher – in Zusammenarbeit mit unserem Rechtsbeistand – eine fundierte Stellungnahme abgeben und weiterhin versuchen mit unseren Argumenten (Denkmalschutz, Landschaftsbild, Natur- und Vogelschutz, fehlende Windhöffigkeit, etc.) den Regionalen Planungsverband und dessen Mitglieder zu überzeugen, dass der Medlinger Hart ein denkbar ungünstiger Standort für Windkraftanlagen ist.

Die Entscheidung für den Umbau der Außenanlagen des Bürgerhauses in Untermedlingen ist gefallen. Wie geht es da jetzt weiter?

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Taglang: Alle grundsätzlichen Beschlüsse sind gefasst. Wir steigen jetzt in die Detailplanung ein. Die erforderlichen Arbeiten werden ungefähr im November ausgeschrieben, so dass – wenn alles planmäßig verläuft – in Untermedlingen bis Mitte 2018 ein toller zentraler Platz mit einem sanierten Bürgerhaus entstehen wird. Wir hoffen dann, dass der neue Platz von unserer Bevölkerung gut angenommen wird, dass sich dort gut feiern lässt und dass sich die Feuerwehr, der Schützenverein und alle Gäste in dem dann sanierten Bürgerhaus weiterhin wie zuhause fühlen.

Was waren in den vergangenen drei Jahren die wichtigsten Themen in Medlingen?

Taglang: Hier fällt es mir schwer, eine Priorisierung vorzunehmen, weil es in den vergangenen drei Jahren viele wichtige Themen gab. Ich will die Themen auch nicht nur an Projekten, meistens sind ja irgendwelche Bauprojekte gemeint, festmachen, die relativ viel Geld kosten. Ganz wichtig ist für ein Dorf wie Medlingen aus meiner Sicht eine lebendige Dorfgemeinschaft, z. B. mit aktiven Vereine, mit einer engagierten Medlinger Feuerwehr, mit einer funktionierenden Kirchengemeinde, mit einem stimmungsvollen Dorffest etc. und mit aktiven Bürgern, die nicht nur bei jeder Kleinigkeit nach der Gemeinde rufen, sondern sich überlegen, wie kann ich mich in die Gemeinde bzw. in die Dorfgemeinschaft einbringen, wie kann ich die Gemeinde voranbringen usw. Diese Gemeinschaft versuche ich, zusammen mit dem Gemeinderat, soweit wie möglich als Gemeinde zu fördern und zu unterstützen. Um Ihre Frage abschließend zu beantworten: Neben diesem Aspekt, haben uns vor allem folgende weitere Themen beschäftigt: Brandschutztechnische Sanierung der Gemeindehalle inclusive Wasserschaden in den KLJB-Räumlichkeiten; Sanierung des alten Feuerwehrhauses gemeinsam (!) mit den freiwilligen Helfern der Medlinger Feuerwehr; Innensanierung des Bürgerhauses; Neubau des Geh- und Radweges nach Brenz und über die B 492 nach Bächingen; Schuldenreduzierung auf Null Euro; etc..

Auch welchen Projekten liegen in Ihrer restlichen Amtszeit Ihre Schwerpunkte?

Taglang: Umsetzung der vergebenen Baumaßnahmen (Radweg; Bürgerhaus; Endausbau Baugebiet Hansbauer-Weg); Fortführung bzw. Abschluss der Planungen des Leichenhauses auf dem Obermedlinger Friedhof; Grunderwerb für ein neues Baugebiet und evtl. für ein Gewerbegebiet irgendwo an der B492; Sanierung des gemeindeeigenen Gebäudes an der Bergstraße 3; etc.

Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, ob Sie in drei Jahren wieder zur Wahl antreten wollen?

Taglang: Im Gegensatz zur großen Politik habe ich mir in dem Bürgermeister-Job bei solchen Themen angewöhnt in der Öffentlichkeit nicht über Gedanken zu sprechen und nicht darüber zu philosophieren, sondern wenn erforderlich, die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Wir sehen ja, dass diese Handhabung auch in der großen Politik manchmal ganz gut wäre. In drei Jahren kann viel passieren, das solche Entscheidungen beeinflussen kann. Deshalb werde ich keine Wasserstandsmeldungen abgeben und mir über diese Entscheidung erst Gedanken machen, wenn die Entscheidung ansteht und nicht schon drei Jahre vorher – und zwar mit Herz und Verstand. (gau)

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