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08.01.2011

Mehr Schüler für Bissingen

Ab Herbst füllen sich die Klassenzimmer der Bissinger Volksschule: Im neuen Schuljahr bekommt die Schule im Kesseltal Zuwachs. Weil die Hauptschule in Mönchsdeggingen schließen muss, schickt die Rieser Gemeinde Amerdingen ihre Schüler künftig nach Bissingen. Die dortige Rektorin Ursula Hertle freut sich darüber: "Umso mehr Schüler, desto besser." Platz gebe es genug und auch die Umstellung für die "neuen" Schüler sei kein Problem. "Der Stoff ist ja der gleiche und unsere Lehrer schaffen das schon, sie alle auf den gleichen Stand zu bringen", so Hertle.

Schnelle Entscheidung

Bei einem Informationsabend stellte die Rektorin die Bissinger Schule den Eltern, Gemeinderäten, Elternbeiräten und dem Bürgermeister aus Amerdingen vor. "So machen es die Realschulen und Gymnasien ja auch vor den Übertritten der Grundschulen", so Hertle. Nach dem etwas anderen "Casting" hat sich die Gemeinde Amerdingen dann entschieden, ihre Schüler in Zukunft nach Bissingen zu schicken. Bürgermeister Hermann Schmidt sagte gegenüber der DZ, dass die Entscheidung relativ schnell fiel. "Im Zuge der Gebietsreform sind viele unserer Schüler schon in Bissingen untergekommen. Die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren war immer gut", so Schmidt. Auch schon wegen der kurzen Distanz biete sich Bissingen an. Busverbindungen bestehen ebenfalls. "Wir waren uns einig, dass das die beste Lösung für die Kinder ist", sagte Schmidt. Künftig kommen neun Hauptschüler aus Amerdingen und vier aus dem Ortsteil Bollstadt ins Kesseltal.

Die Hauptschule in Mönchsdeggingen muss schließen, weil die Klassenmindestgröße nicht erreicht wird. Schulverbandsvorsitzender im Landkreis Donau-Ries, Karl Wiedenmann, erklärt: "Von 1430 Einwohnern in Mönchsdeggingen gibt es derzeit nur 25 Hauptschüler. Das ist einfach zu wenig." In den vergangenen zwei Jahren seien lediglich knapp 30 Kinder eingeschult worden: "In den nächsten Jahren ändert sich also nichts, sondern es werden eher noch weniger."

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Deshalb habe sich der Schulverband dafür entschieden, die Hauptschule in Mönchsdeggingen zu schließen.

Nicht realistisch gewesen

Auch die Überlegung, etwa mit Bissingen einen Schulverband einzugehen, sei nicht realistisch gewesen. "Schüler aus dem Ries hätten dann beispielsweise nach Höchstädt in die Schule gemusst. Das ist viel zu weit. Die Kinder wären zu lange auf der Strecke", so Wiedenmann. Wenn die Schule einen Verbund gehabt hätte, hätte die Möglichkeit bestanden, die Schüler untereinander auszutauschen. Da dies nicht der Fall ist, werden die Schüler verteilt.

In Bissingen freut man sich laut Rektorin Ursula Hertle auf jeden Fall auf den Zuwachs und ist auch offen für noch mehr. Denn auch die Rieser Gemeinde Forheim überlegt, ob ihre Schüler künftig ins Kesseltal sollen.

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