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ÖPNV

29.06.2020

Mehr Sicherheit für die Donautalbahn

Blindheims Bürgermeister Jürgen Frank (links) und Abgeordneter Georg Winter freuen sich auf die Fördermaßnahmen.
Bild: Johannes Wunderle

Bahn, Bund und Freistaat bezahlen sichere Bahnquerungen zu 100 Prozent

Die Donautalbahn ist eine der wichtigsten Verkehrsadern im Landkreis Dillingen. Die derzeit noch bestehenden höhengleichen Bahnübergänge waren und sind jedoch eine große Gefahrenquelle.

Nun haben sich verbesserte Förderbedingungen ergeben: Über- oder Unterführungen könnten laut Pressemitteilung von Landtagsabgeordnetem Georg Winter so günstig wie nie realisiert werden. Die Investitionskosten werden zu 100 Prozent ersetzt und der Planungsaufwand mit zehn Prozent abgegolten. Darauf haben sich die Länder und der Bund bei der Änderung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes verständigt. „Ziel ist es, Schwachstellen in Zukunft sicherer zu gestalten und verbesserte Anschlusspunkte sowohl für den privaten Individualverkehr und Pendler, als auch gewerblich oder landwirtschaftlichen Verkehr zu schaffen“, erläutert Winter.

Der Landkreis als Träger des öffentlichen Personennahverkehrs und seine Kommunen, in der die Bahn präsent ist, sind mit in der Verantwortung, was das Bahnumfeld und die Verkehrssicherheit betrifft. Hierfür gab es bisher schon finanzielle Förderungen, diese konnten laut Stimmkreisabgeordnetem Winter durch Änderung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes verbessert werden. Die elektrifizierte Bahntrasse durchschneidet viele Wegeverbindungen. Höhengleiche Bahnübergänge mit unterschiedlichem Standard sind und bleiben ein Risikofaktor.

Mehr Sicherheit für die Donautalbahn

Erfreulich sei, so Winter, dass der Landkreis mit den Standortkommunen in Blindheim-Unterglauheim und Peterswörth-Gundelfingen bereit ist, Kreisstraßenunterführungen zu planen, die nach dem neuen Recht von Bahn, Bund und Freistaat finanziert werden. Die Stadt Lauingen nützt diese neuen Finanzierungschancen aufgrund des vor kurzem einstimmig gefassten Stadtratsbeschlusses zum B16-Konzept mit Auflassung von zwei höhengleichen Bahnübergängen, die durch ein modernes Brückenbauwerk ersetzt werden. In Höchstädt sollen künftig mehrere Feldwegequerungen durch eine Unterführung des Grünen Weges und Parallelverbindungen entlang der Bahn umgebaut werden.

Die Erfahrung, so Winter, zeigt, dass solche Finanzierungslösungen nicht auf Dauer angelegt sind. Umso mehr freue es ihn, dass Gundelfingen, Lauingen, Höchstädt, Blindheim und Schwenningen diese Chancen nutzen wollen. Die Realisierung von Unterführungen zur sicheren Querung der Donautalbahnlinie bringt Aufträge und Arbeitsplätze, sagt Georg Winter. (pm)

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