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Höchstädt

24.07.2019

Mehr Sitzplätze am Höchstädter Marktplatz

Der Wirt des Restaurants auf dem Höchstädter Marktplatz veranstaltete am Samstag ein Sommerfest. Das kam gut an.
Bild: Karl Aumiller

Plus Das Fest des Gastronomen am Samstag war ein Erfolg. Nun will der Wirt generell mehr Tische und Stühle. Das ist nicht unumstritten.

Bürgermeister Gerrit Maneth war sichtlich angetan vom Sommerfest auf dem Höchstädter Marktplatz am vergangenen Samstag. Der Gastronom dort habe die Veranstaltung komplett alleine gestemmt. Nur die Bühne war von der Stadt. Jetzt will der Grieche seinen Betrieb erweitern. Statt bislang zwölf Tischen und 48 Stühlen sollen bald 22 Tische und 88 Stühle den Gästen Platz bieten.

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Stadtbaumeister Thomas Wanner betonte in der jüngsten Sitzung des Höchstädter Hauptverwaltungsausschusses, die Verwaltung sei unter bestimmten Voraussetzungen damit einverstanden: Der Freitagsmarkt darf nicht behindert werden, der Gehweg muss frei bleiben und Fußgänger sollen den Marktplatz ungehindert queren können. Und wenn die Stadt die bereits geplanten Pflanztröge aufstellt, muss dafür Platz sein.

Sollte ein Gastronom für die Außenbestuhlung eine Pacht zahlen?

Ludwig Kraus erinnerte daran, dass Landwirte, für die Fläche, die sie nutzen, eine Pacht zahlen müssen. Gastronomen müssen das nicht. Laut Wanner wurde Restaurants oder Cafés bislang nur ein einmaliger Betrag für den Verwaltungsaufwand in Rechnung gestellt, wenn es um eine Außenbestuhlung ging. „Wir können doch froh sein, dass sich der Wirt so engagiert. Das was der macht, erinnert an das Stadtfest“, appellierte Jan Waschke. Außerdem kämen die Einnahmen über die Gewerbesteuer wieder herein. Auch Wolfgang Konle lobte das Flair auf dem Marktplatz am Samstagabend.

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Hans Mesch dagegen gab Kraus und Johann Jall recht, die für eine regelmäßige Abgabe plädierten. „Wir würden ja keine überzogenen Forderungen stellen.“ Und er erinnerte daran, wer den Marktplatz sauber hält: die Stadt. „Wir haben ein Gaststättensterben, wir müssen die Wirte doch unterstützen“, votierte Konle. Kraus erinnerte daran, dass andere Gastronomen ihre Biergärten auf eigenem Grund betreiben. Gegen zwei Stimmen wurde dem Antrag des Gastronomen stattgegeben. Die Zustimmung gilt nun für ein Jahr und verlängert sich ohne Beschwerden automatisch. Die Stadt kann jederzeit kündigen. Bürgermeister Maneth ist sich sicher, dass es bei weiterhin guten Gesprächen mit dem Gastronomen bleiben wird. „Und was er am letzten Wochenende auf die Beine gestellt hat, war toll.“

Der Zebrastreifen am Marktplatz soll sicherer werden

Auch die Verkehrsberuhigung am Marktplatz wurde während der Sitzung besprochen. Der Übergang über die alte B16 ist für Fußgänger laut Maneth ein Unfallschwerpunkt. Zwar sei nie etwas Schlimmes passiert, doch es gab einige „Beinahe-Unfälle“. Nach Beratungen mit Landratsamt und Staatlichem Straßenbauamt sollen Warnlichter an beiden Seiten des Zebrastreifens angebracht werden. Sie müssen direkt am Streifen stehen und dürfen nicht etwa schon 100 Meter vorher warnen. Jakob Kehrle forderte eine Ampel, nachdem eine Frau kürzlich fast überfahren worden wäre. „Vielleicht staut es sich dann mal richtig in der Stadt und die Lastwagenfahrer nehmen die neue B16 – das wollen wir doch auch.“

Das Landratsamt hatte allerdings nicht nur eine Ampel vorgeschlagen, sondern sowohl vor als auch nach und direkt in der Herzogin-Anna-Straße jeweils eine. Einen Tunnel schlug Johann Jall vor. Das wäre am sichersten. Bürgermeister Maneth kündigte an, über die Idee für eine Ampel, für eine LED-Beleuchtung des Zebrastreifens und die beiden Blinklichter noch mal Gespräche mit den anderen Behörden zu führen.

Weitere Themen: Outdoor-Geräte und der Verkehr in zwei Straßen

  • Vier Outdoor-Geräte, wie Hüft- oder ein Crosstrainer, werden im Stadtpark aufgestellt. Dank einer Leader-Förderung für den Donau-Täler-Radweg, kosten die Geräte insgesamt nur 6000 Euro, sagt Gerrit Maneth. Der Ausschuss stimmte dem Platz dafür, den Wanner vorstellte, geschlossen zu. Stadtrat Kraus fragte nach, ob eine Überwachungskamera installiert wird, doch das sei aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich, antwortete der Bürgermeister. Hintergrund waren mehrere Sachbeschädigungen an der benachbarten Kneippanlage. „Ich war jetzt fast täglich dort vor Ort und habe mit den jungen Leuten gesprochen. Inzwischen liegt der Müll weitgehend im Mülleimer und derjenige, der das Dach beschädigt hat, ist inzwischen auch bekannt.“ Die Polizei hatte den Täter ermittelt. Dieser habe sich im Rathaus höflich entschuldigt und angeboten, bei der Reparatur zu helfen. Die Stadt nahm beides an. Außerdem hätten die Jugendlichen realistische Verbesserungsvorschläge für den Skaterplatz geäußert und wollen einen Verein gründen, der sich darum kümmert. „Ich denke, so kriegen wir den Vandalismus in den Griff“, schloss Maneth. Waschke freute sich, dass der Bürgermeister das Gespräch gesucht hatte, und dass sich nun etwas tut. Demnächst wird die Ladestation für E-Bikes installiert und Wasser fließt auch wieder in der Kneippanlage, wenn die defekte Pumpe repariert ist.
  • Die Fällung einer Eiche in Schwennenbach wurde abgelehnt. Derzeit seien dort keine Eichenprozessionsspinnerraupen, erklärte Wanner. Bislang hätten die Maßnahmen vom Frühjahr eine Raupenplage verhindert. Sollten sich die Tiere mit den gefährlichen Härchen doch ausbreiten, könnte man den Baum immer noch absaugen.
  • An der scharfen Kurve zwischen Bruckwörth und Reichhardt-Badesee werden die Büsche gestutzt, damit Autofahrer leichter um die Ecke schauen können.
  • Sowohl in der Ellimahdstraße als auch in der Ensbachstraße wurde wochenlang das Verkehrsaufkommen gemessen. In beiden Tempo-30-Zonen gab es Beschwerden über Raser. Doch die Ergebnisse sind völlig unterschiedlich: In der Ellimahdstraße wurde das vorgeschriebene Tempo kaum überschritten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 32 Stundenkilometern. „Die Zahlen sind hervorragend“, sagte Wanner. Er sieht deswegen keinen Handlungsbedarf. Dem stimmte der Ausschuss zu. Doch durch die Ensbachstraße rasten ignorante Autofahrer durchaus mal mit Tempo 100. „Bei 70 Stundenkilometern im Wohngebiet hört der Spaß auf“, sagte Kraus. Die Verwaltung will nun prüfen, ob eine Fahrbahnverengung möglich ist. Diese habe sich in der Ellimahdstraße bewährt.

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