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Tierwelt

22.04.2015

Meister Adebar brütet wieder

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2 Bilder
Vom Wittislinger Kirchturm aus kann man die Eier im Nest von Witti und Giselo gut erkennen.
Bild: Sartor

Tierwelt Auf vielen Dächern in der Region liegen Eier in den Nestern. Bald schlüpfen die kleinen Störche. In Wittislingen ist das fast ein kleines Wunder

Landkreis Der Schock war groß. Am 1. April wurden die Eier im Storchennest auf der Wittislinger Kirche zerstört. „Leider kein Aprilscherz, sondern die traurige Wahrheit“, sagt Manfred Selzle, der im Kirchturm eine Kamera installiert hat und immer genau mitverfolgt, was sich im Nest tut. Ein fremder Storch hatte die Storchenmutter erst aufgeschreckt und dann alle fünf Eier zerstört. „Wenn Störche ein anderes Nest erobern wollen, ist das normal“, erklärt Selzle.

Doch dann die große Überraschung: Nur zwölf Tage später lag wieder ein Ei im Nest von Witti und Giselo. Selzle staunte nicht schlecht. „Ich habe gelesen, dass es hin und wieder vorkommt, dass es ein zweites Gelege gibt. Aber normal ist das nicht.“ Und bei einem Ei blieb es nicht. Erst waren es zwei, dann drei, später sogar vier. Und vor wenigen Tagen entdeckte Selzle ein fünftes Ei im Nest. Ab etwa 10. Mai könnten laut Selzle die ersten Jungstörche schlüpfen.

Nicht nur in Wittislingen brüten die Storcheneltern fleißig. In Lauingen liegen zwei Eier im Nest. „Bisher waren es immer fünf Eier, aber ich freue mich, wenn aus den zwei Eiern Jungstörche schlüpfen“, sagt Storchenexpertin Hildegard Zenetti.

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Wenn alles gut geht, werden in Höchstädt in diesem Frühling fünf kleine Störche das Licht der Welt erblicken. Anton Wiedemann, Kastellan von Schloss Höchstädt, erzählt gegenüber der DZ, dass es in den vergangenen Jahren immer Jungstörche in Höchstädt gegeben habe. Im vergangenen Jahr haben vier Jungtiere überlebt.

Während die einen ganz genau wissen, wie viele flauschige Babystörche sie in den kommenden Wochen erwarten könne, tappen andere noch völlig im Dunklen. Isolde Saur vom Finanzamt in Dillingen sieht von ihrem Büro aus zwar, dass sie Störche brüten – aber wie viele Eier im Nest liegen kann sie nicht erkennen. „Es wäre gut, wenn man da eine Web-Cam anbringen könnte“, schlägt sie vor.

Auch Walter Hieber aus Gundelfingen kann derzeit nicht genau sagen, wie viele Eier im Nest auf dem Gundelfinger Rathaus liegen. „Es wird gebrütet. Aber ich kann machen, was ich will, die Storchenmama steht einfach nicht auf. Ich kann die Eier nicht sehen“, sagt Hieber, der weiter hofft, bald mal einen Blick auf das Gelege erhaschen zu können.

Ähnlich geht es Elmar Schneider. Der Betreiber des Restaurants Storchennest in Fristingen sieht zwar, dass die Tiere brüten – auf wie vielen Eiern die Mutter sitzt, weiß er aber nicht. „Im vergangenen Jahr hatten wir vier Eier, überlebt hat aber leider kein einziger Jungstorch“, erzählt Schneider. Das Storchenpaar sei noch sehr jung, habe in Fristingen im vergangenen Jahr zum ersten Mal gebrütet. Vielleicht, so meint Schneider, fehlte es den Tieren noch an Erfahrung.

Auch Wilhelm Rochau vom Mooseum in Bächingen kann nicht in das Nest blicken. Wie viele andere wird er abwarten müssen, ob bald ein paar flauschige Vögelchen aus dem Storchennest spitzeln.

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