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20.10.2009

Michael Waldenmayr wird 65

Lutzingen Eine vorgezogene Überraschung zum Geburtstag erhielt Michael Waldenmayr schon vor einiger Zeit: Innenminister Joachim Herrmann überreichte dem Altbürgermeister von Lutzingen die Kommunale Verdienstmedaille in Silber. Heute feiert Waldenmayr, der 34 Jahre Bürgermeister war, seinen 65. Geburtstag.

Es entspricht seiner bescheidenen Art, dass er von der Ehrung in München nicht viel Aufhebens gemacht hat. Gefreut hat sich Waldenmayr darüber natürlich schon. "Die Medaille ist doch auch Bestätigung, dass der Einsatz für die Bürger richtig war", meint Waldenmayr. Und die Liste mit vielen Erfolgen seiner Arbeit kann sich sehen lassen. Dorferneuerung, Kindergarten, Klosterbräu, Umgehungsstraßen, Abwasserbeseitigung, Trinkwasserversorgung. Auch wenn der Weg zum Ziel gelegentlich mehr als steinig war, mit Umsicht, einer gewissen Hartnäckigkeit, aber auch Gelassenheit, trieb Waldenmayr Projekte voran.

Bauernhof muss warten

Was tut einer, der immer beschäftigt war und nun offiziell im Rentenalter ist? Da lacht Waldenmayr. "Ich hab wohl längst die Krankheit aller Rentner: Keine Zeit. Vielleicht liegt es aber auch am Alter, dass einem die Dinge langsamer von der Hand gehen", gerät er ins Grübeln.

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Ein bisschen auf die lange Bank geschoben ist die Sanierung des Bauernhofs, bedauert der Jubilar. Zum Fischen komme er derzeit kaum, nur wenn er richtig tief durchatmen will, dann ziehe es ihn schon an den Weiher. Die Arbeit mit den Bienen wird im Herbst ohnehin weniger und so kann sich Waldenmayr mal wieder der Chronik widmen. "Da ist im letzten halben Jahr doch einiges liegen geblieben", gibt er zu. Dafür hat er wichtige Gründe: Seine 87-jährige Mutter braucht seine Fürsorge und seine Frau Erika muss sich nach einer Hüftoperation dringend schonen.

Viel Zeit zum Nachdenken über den Geburtstag oder für eine große Feier will sich Michael Waldenmayr gar nicht nehmen. Aber das entspricht seiner Natur: "Das ist ein Tag wie jeder andere", sagt er. Er werde es schlicht und einfach halten und sich vielleicht sogar verkriechen. Ob es ihm gelingen wird, den Gratulanten gänzlich aus dem Weg zu gehen, wird sich zeigen.

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