1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Mission ohne Missionierung

Misiones

13.09.2013

Mission ohne Missionierung

Die Organisatoren Jakob Busch, Kaplan Tobias Wolf, Julia Gärtner, Pfarrer Wolfgang Schneck und Pater Frank Riedel sind auf spannende Begegnungen mit den Bürgern der Pfarreiengemeinschaft Dillingen gespannt.
Bild: Reiter

Junge Katholiken wirken eine Woche in Dillingen

von Bernd Reiter

Dillingen Mit gelben T-Shirts bekleidet werden ab Sonntag, 15. September, eine Woche lang 34 Jugendliche aus ganz Deutschland in der Pfarreiengemeinschaft Dillingen bei verschiedenen Aktivitäten mit den Bürgern in Kontakt kommen und gemeinsam ihren Glauben leben.

„Ich kenne Misiones schon länger und habe mir gedacht, das wäre was für Dillingen“, freut sich Kaplan Tobias Wolf über die Zusage einer Kommission der Schönstatt-Bewegung für die Ausrichtung des Projekts. Die jungen Gläubigen werden unter anderem in kleinen Gruppen von Tür zu Tür gehen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Dabei ist es Pfarrer Wolfgang Schneck wichtig zu betonen, dass es sich bei Schönstatt nicht um eine Sekte, sondern um eine geistliche Erneuerungsbewegung innerhalb der katholischen Kirche handelt. „Die Jugendlichen sind zwar Missionare, aber nicht im alten Sinne. Sie möchten ihre Gesprächspartner nicht bekehren, sondern mit ihnen in Dialog treten. Wir müssen nicht nur über Glaube sprechen, sondern können auch über Alltagsthemen diskutieren, die die Menschen bewegen“, erklärt der 23-jährige Jakob Busch aus München. Er ist einer der diesjährigen Organisatoren.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Eine moderne Kirche, die Zukunft hat

„Ziel ist es, den Gläubigen vor Ort zu zeigen, dass es eine moderne Kirche gibt, die eine Zukunft hat. Das Projekt bringt die Kirche zu den Menschen und wartet nicht erst, bis diese sich an sie wendet“, so Kaplan Wolf. Damit solle ein Zeichen der Hoffnung gesetzt werden, etwa wenn die Missionare in Haushalte kommen, die gerade einen Trauerfall zu beklagen haben. Das treibt auch Mitorganisatorin Julia Gärtner, 25 Jahre, aus Vöhringen an: „Ich bin davon überzeugt, dass die katholische Kirche eine moderne Form der Seelsorge braucht. Dass man bei Misiones den guten Zweck mit Spaß und wertvollen Selbsterfahrungen verbinden kann, ist optimal.“ Neben den Gesprächen an der Türe werden einige Gruppen auch die weiterführenden Schulen in Dillingen besuchen. Dort helfen sie vor allem bei der Gestaltung der Schulanfangsgottesdienste, kommen in die Klassenzimmer und stehen in der Pause für Gespräche und gemeinsamen Gesang bereit. Pfarrer Wolfgang Schneck sieht die jungen Erwachsenen für diese Aufgabe besonders geeignet: „Sie haben einen direkteren Zugang zu den gleichaltrigen Gläubigen, sprechen die gleiche Sprache und befinden sich in deren Lebenswelt. Das bringt oft mehr als bei einem älteren Pfarrer.“

Daneben finden im Rahmen von Misiones weitere Veranstaltungen statt. Um die Eindrücke des Tages zu verarbeiten, wird von den jungen Katholiken etwa in der Basilika jeden Abend um 19 Uhr ein Abendlob gefeiert, zu dem alle Gläubigen in Dillingen eingeladen sind. Am Freitag, 20. September, veranstaltet die Bewegung ab 16 Uhr im Faustus-Saal einen Kindernachmittag. Der Besuch endet schließlich am Sonntag, 22. September, mit einem Abschlussgottesdienst in der Basilika.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Eichenprozessionsspinner-Bild(1)(1).tif
Landkreis Dillingen

Achtung, Eichenprozessionsspinner

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen