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Dillingen

15.09.2018

Mit Mut zum Glück: Die neue FOS ist eröffnet

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Die Bonaventura-Fachoberschule ist am Freitag eingeweiht worden. Im Bild von links der Leiter von Bona-FOS und -Gymnasium, Franz Haider, Ministerialratsbeauftrager Konrad Maurer, Schülerin Mara Lampe, Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz, Schüler Marcus Link, Landrat Leo Schrell, Weihbischof Florian Wörner, Dillingens Stadtpfarrer Wolfgang Schneck und der Direktor der Diözese des Schulwerks, Peter Kosak. Die Schüler halten das Dillinger Triptychon, das OB Kunz der FOS zur Einweihung überreicht hatte.

In Dillingen wird die Schulart, die den „Bona-Campus“ bereichert, mit vielen Schülern gefeiert.

Die neue Fachoberschule im Landkreis Dillingen ist am Freitag eingeweiht worden. Zu den Rednern in der Aula des Bonaventura-Gymnasiums zählten auch zwei Schüler: Mara Lampe und Marcus Link gehören zur Pilotklasse der neuen FOS. „Es war für uns alle ein mutiger Schritt“, sagte der 16-jährige Schüler aus Zusamaltheim. „Auch für mich war es nicht leicht, in eine neue Klasse zu gehen. Sich auf etwas Neues einzulassen, kostet Überwindung.“ Die gleichaltrige Mara Lampe aus Dillingen schloss an, dass Lehrer und Klassenkameraden alle sehr nett seien. Und mit Blick auf einen guten Abschluss seien alle hoch motiviert. Das Schulwerk der Diözese Augsburg ist Träger der neuen Bonaventura-Fachoberschule, die im Scala-Gebäude untergebracht ist. Insgesamt 29 Schüler besuchen sie. 21 gehen auf den Wirtschaftszweig, acht auf den technischen.

Acht Lehrer unterrichten
an der neuen Schule

Der Schulleiter von Bona-Gymnasium und -FOS, Franz Haider, hatte mit einem Zitat des griechischen Philosophen Demokrit geladen. „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“ Die Einweihung einer Schule habe viel mit Mut und Glück zu tun. Haider dankte Weihbischof Florian Wörner für die Erlaubnis, die FOS einzurichten. Dillingen erfahre aus Augsburg viel Wohlwollen und Unterstützung. Die Bona-FOS sei das Ergebnis einer sehr engen Kooperation vom Schulträger, der sehr viel Geld dafür in die Hand nehme, und den kommunalpolitischen Entscheidungsträgern. Deswegen dankte Haider neben dem Direktor des Schulwerks der Diözese Augsburg, Peter Kosak, dem Ministerialratsbeauftragten für die beruflichen Oberschulen in Südbayern, Konrad Maurer, Landrat Leo Schrell und Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz. Zu den Schülern sagte Haider: „Bringt Euch ein, nutzt die Chance, zeigt weiterhin Mut, dann folgt laut Demokrit automatisch Glück, in eurem Fall das Fachabitur.“ Den acht Lehrern, die künftig an der FOS unterrichten werden, dankte Haider dafür, dass sie sich der Herausforderung stellen.

Mit insgesamt 1200 Schülern, mittelfristig vielleicht 1500, an den vier Einrichtungen des Schulwerks, habe sich der Standort zum „Bona-Campus“ entwickelt. Peter Kosak sprach vom „reich gedeckten Tisch der Bildungsangebote in Dillingen“. Mit der FOS folge nun der Nachtisch. Die Zeche würden spendable Gönner bezahlen: „Ich danke dem Landkreis und der Stadt, die sich finanziell deutlich engagiert haben, damit wir die FOS auftischen können. Unsere Kooperation ist sterneverdächtig; Haute Cuisine in Dillingen.“ Maurer erinnerte daran, dass es neben der neuen Dillinger FOS bereits eine in Wertingen gibt – beide privat. „Eine staatliche FOS würde es auch 2018 angesichts der Schülerzahlen nicht geben“, betonte er. Für eine staatliche müsste es zwei Vollklassen geben, in der Dillinger FOS wird vorerst eine Mischklasse unterrichtet: Den allgemeinbildenden Unterricht besuchen alle 29 Schüler gemeinsam, ansonsten sind sie nach Zweigen getrennt. „Ein privater Träger kann eigene Maßstäbe festlegen.“ Erst nach zwei erfolgreichen Abschlussjahrgängen kann aus der bislang „staatlich genehmigten“ eine „staatlich anerkannte“ FOS werden. Die Bona-FOS sei aber vor allem deswegen etwas Besonderes, weil sie sich einen Technikzweig zutraut. „Die Anforderungen daran sind am aufwendigsten zu realisieren“, erklärte der Ministerialratsbeauftragte. Besondere Maschinen seien eben teurer als Schreibtische.

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Eine konzertierte Aktion
aller Entscheidungsträger

Landrat Leo Schrell bekannte, dass für ihn das Sprichwort „Was lange währt, wird endlich gut“, selten eine solch befreiende Wirkung gehabt hat, wie an dem Tag, als die Genehmigung für die FOS im Landkreis in trockenen Tüchern war. Dass es soweit kam, sei einer konzertierten Aktion aller Entscheidungsträger zu verdanken. „Die akribische Vorbereitung hat wieder einmal gezeigt, dass wir in unserem Landkreis Dillingen alle wichtigen Entscheidungsgremien bündeln können, wenn es um zentrale Einrichtungen zur Stärkung der Infrastruktur des Landkreises geht.“ Er dankte Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz. „Unsere gemeinsamen Investitionszuschüsse in Höhe von zwei Millionen Euro sind für die Bildung und Erziehung unserer jungen Menschen bestens angelegt, denn die umfangreichen Neubaumaßnahmen kommen dem gesamten Schulkomplex zugute und stärken eine wohnortnahe Beschulung.“

Der Dank geht an
Schulleiter Franz Haider

Gern habe man dafür die Räume in der Scala zur Verfügung gestellt, schloss Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz an. Er dankte Landrat Schrell, der, obwohl es nicht einfach war, immer einen klaren Kurs gefahren war. Den Schülern wünschte er alles Gute und dass sie sich in Dillingen wohlfühlen. Wie alle Vorredner auch dankte Kunz Schulleiter Franz Haider, dessen Idee die FOS überhaupt war. „Und wenn Du mal wieder eine Idee für den Bona-Campus hast, komm’ einfach auf den Landrat und mich zu. Ich bin sicher, wir finden einen Weg“, schloss der Oberbürgermeister. Bevor es im Aufenthaltsraum der FOS-Schüler im ersten Stock der Scala Sekt und Häppchen gab, segnete Weihbischof Florian Wörner die Räume. Das Bläserensemble des Bona-Gymnasiums, das zuerst Schwung zwischen die Reden in der Aula gebracht hatte, spielte nun in der FOS angemessen dazu.

Der Weihbischof sagte, die Fachoberschule ermögliche es den Menschen, etwas aus sich zu machen, nach oben zu kommen. Das Kreuz, das er Franz Haider überreichte, stehe dafür, dass Gott bereit sei, zu uns zu kommen, „quasi die Karriere nach unten“ zu machen. Die Schüler forderte er auf, nicht egoistisch zu sein, sondern immer auch die Bereitschaft zu zeigen, für andere da zu sein.

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