Newsticker

Neue Corona-Strategie: Spahn plant Fieberambulanzen für die kalte Jahreszeit
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Mit dem Motorrad zur Braut

Diamantene Hochzeit

19.04.2011

Mit dem Motorrad zur Braut

Timotheus und Marie Kapfer, als Unternehmer weit über das Kesseltal hinaus bekannt, feierten am vergangenen Sonntag ihre diamantene Hochzeit in Bissingen.
Bild: Foto: Herreiner

Eheleute Marie und Timotheus Kapfer feierten am Wochenende

Bissingen „Es war damals im Kesseltal noch nicht normal, dass ein Katholischer eine Evangelische heiratet“, sind sich die Eheleute Timotheus und Marie Kapfer einig. Die beiden feierten am vergangenen Sonntag im Kreise ihrer großen Familie ihre diamantene Hochzeit und gleichzeitig den 84. Geburtstag des Jubilars.

Am 16. April 1951 hatten sie sich vom damaligen Bissinger Bürgermeister Simon Knaus standesamtlich und einen Tag später in der Nördlinger St.-Georgskirche von Pfarrer Alfred Albrecht kirchlich trauen lassen. Timotheus Kapfer, geboren 1927, war zu jenem Zeitpunkt als Schmied in der väterlichen Werkstatt in der Bissinger Marktstraße tätig, seine knapp zwei Jahre jüngere Gattin, eine geborene Bschorr, stammt vom Kömertshof im oberen Kesseltal. „Einen ganzen Satz Motorradreifen habe ich für sie verfahren“, schmunzelt der Jubilar, der seine spätere Frau erstmals beim Tanzvergnügen im Weiler Tuifstädt gesehen hatte.

Als 17-Jähriger erlebte er die letzten Kriegswochen noch als junger Pionier und musste für kurze Zeit in Kriegsgefangenschaft. Weil der Vater, Schmiedemeister Alois Kapfer, nach dem Kriege interniert war, führte Timotheus Kapfer, der noch im Jahre 1944 den Gesellenbrief erlangt hatte, die Schmiedewerkstatt zusammen mit seinem Bruder Konrad weiter. Ein weiterer Bruder, Max, betrieb die gepachtete Schmiede in Untermagerbein.

Nach der Meisterprüfung im Jahre 1951 als Landmaschinenmechanikermeister und der Hochzeit zwei Jahre danach übernahm Kapfer 1953 die Werkstatt und erweiterte sie, nachdem immer mehr Traktoren und Mähdrescher aufkamen, wenige Jahre später in Richtung Schlossstraße. 1990 erfolgte die Übergabe an die jüngste Tochter Carmen und deren Ehemann Konrad Geißler, die den Betrieb 1994 in das Bissinger Gewerbegebiet Kesselfeld umsiedelten. Neben seiner beruflichen Tätigkeit fand Timotheus Kapfer auch Zeit, sich für das Vereinsleben zu engagieren. Er betrieb die Wiedergründung des Bissinger Schützenvereines, dessen Geschicke er 21 Jahre lang als Vorsitzender maßgeblich bestimmte. Außerdem war er u.a. auch im Krieger- und Soldatenverein und im Hundeverein Höchstädt sehr aktiv. Zum Gratulieren und zur Jubelfeier im Gasthaus „Post“ waren die Familien der drei Töchter Christa (Lauterbach), Erna (Oettingen) und Carmen mit den sieben Enkeln und einem Urenkel gekommen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren