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Dillingen

06.12.2020

Mit der Dillinger Bummeltruhe gegen die Online-Riesen

Bei Händlern vor Ort einkaufen, und die Waren, wann es beliebt, in der Anlage in der Kapuzinerstraße abholen, das ist das Konzept der Bummeltruhe. Steffen Schwertberger hofft, dass möglichst viele Dillinger Geschäfte die innovative Einkaufsidee unterstützen.
Bild: Berthold Veh

Plus Steffen Schwertberger hat in der Dillinger Kapuzinerstraße eine Abholanlage installiert. Mit seinem neuen Konzept will er erreichen, dass Kunden bei den heimischen Händlern einkaufen.

Sie zieht seit einigen Tagen die Blicke von Kunden in der Dillinger Kapuzinerstraße auf sich: die Bummeltruhe vor dem Haus der Sicherheit. Aufgestellt hat sie der Chef des Ladens, Steffen Schwertberger, der sich gewöhnlich um Alarmanlagen und Schlösser kümmert. Mit der Bummeltruhe verfolgt der 34-Jährige nun ein völlig neues Konzept. „Ich will damit für unsere Heimatstadt etwas tun und den Handel in Dillingen stärken“, betont der Filialleiter.

Noch ist die Dillinger Bummeltruhe in der Testphase

Seit etwa zwei Jahren feile er an diesem Konzept, erläutert Schwertberger. Das Einkaufsverhalten wandle sich, der Trend der Kunden gehe zum Online-Handel. Und die Corona-Pandemie habe diese Entwicklung weiter verschärft. „Viele lokale Händler sind infolge der Pandemie mit Existenzängsten und Umsatzrückgängen konfrontiert“, sagt er.

Mit der Bummeltruhe wolle er nun die Geschäfte vor Ort stärken. „Wir bieten hiermit dem lokalen Handel eine dauerhafte Plattform, um dieser schwierigen Zeit mit voller Macht entgegenzutreten“, heißt es auf der Webseite der Bummeltruhe.

Welche Vorteile die Dillinger Bummeltruhe den Kunden bietet

Schwertberger weist darauf hin, dass es sich dabei vorerst um eine Testphase handelt. Das Ganze funktioniert so: Kunden bestellen bei Dillinger Händlern vor Ort – entweder per E-Mail oder über das Telefon. Sie bekommen entweder eine Rechnung oder nutzen ein Bezahlsystem im Internet.

Steffen Schwertberger
Bild: Berthold Veh

Die Kunden erhalten schließlich eine persönliche Identifikationsnummer (PIN). Danach können die Waren rund um die Uhr bei der Bummeltruhe in der Kapuzinerstraße abgeholt werden.

Neben der Unterstützung heimischer Händler sieht Schwertberger zwei wesentliche Vorteile für die Kunden. So könne man jetzt in Zeiten der Pandemie zum einen kontaktlos einkaufen. Bei der Abholung seien die Kunden zum anderen nicht von den Öffnungszeiten der Läden abhängig. Die Artikel könnten 24 Stunden am Tag aus dem Fach geholt werden.

Die Dillinger Bummeltruhe könnte noch mehr

Am Freitag voriger Woche hat Steffen Schwertberger die Bummeltruhe aufgestellt. „Die ersten Rückmeldungen waren positiv“, sagt der Firmenchef. Acht Geschäfte, die auf der Webseite zu finden seien, machen seinen Worten zufolge bereits mit. Er hoffe, dass sich viele weitere Ladeninhaber an der Bummeltruhe beteiligen, damit das Projekt ein Erfolg werde. Schwertberger erläutert, dass die Abholanlage bei Bedarf erweitert werden kann. Bisher hat die Bummeltruhe fünf Ausgabefächer. Schwertberger plant auch, dass dort mit der EC-Karte bezahlt werden kann. „Wir müssen aber erst einmal schauen, was von der Bevölkerung gewünscht wird“, sagt der 34-Jährige. Schwertberger ist zuversichtlich, dass sich seine Idee durchsetzen wird. Er hoffe, dass auf diese Weise mehr Kunden vor Ort einkaufen. Dass die Bummeltruhe rund um die Uhr bereit steht, sei doch ein Vorteil. Da könne man sich beispielsweise noch am Heiligabend ohne Wartezeiten im Geschäft Geschenke besorgen.

Im Netz ist die Bummeltruhe unter folgender Adressen zu finden: www.bummeltruhe.de und https://www.facebook.com/Bummeltruhe-101728035116846

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