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Blindheim

05.08.2019

Mit so viel Wehmut verabschiedet Blindheim Pfarrer Dieter Zitzler

Rund 90 Ministranten aus den fünf Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft umgaben Pfarrer Dieter Zitzler bei seinem großen Abschieds- und Dankgottesdienst in der voll besetzten Gemeindehalle von Blindheim.
Bild: Horst von Weitershausen

Dieter Zitzler hält nach 16 Jahren in der Pfarrei Blindheim seinen letzten Gottesdienst. Eine ganz besondere Messe, die allen in Erinnerung bleibt.

Es war kein leichter Abschied für beide Seiten. Weder für Pfarrer Dieter Zitzler noch für die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Blindheim. Am Sonntag hat Zitzler zum letzten Mal einen Gottesdienst in Blindheim abgehalten. Nach 16 Jahren wechselt er die Pfarrei und fängt in wenigen Wochen in Buchloe an (wir berichteten). Den beliebten Geistlichen ließen die Blindheimer nicht einfach so gehen. Der Verabschiedungs- und Dankgottesdienst war voll besetzt. „Wunderbar, die Bude ist voll“, sagte der Pfarrer Zitzler in seiner Ansprache, weshalb er allen, die gekommen sind, aber auch allen anderen Mitgliedern der Pfarreiengemeinschaft ein großes Danke sagen will für „wirklich tolle 16 Jahre“ des Miteinanders. In diesem Zusammenhang betonte er, dass er sich auf alle, die ihn während dieser Zeit in seiner Arbeit unterstützt haben, voll verlassen konnte, wobei er die rund 90 anwesenden Ministranten der fünf Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft besonders hervorhob.

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Immer interessante Gespräche geführt

Darüber hinaus habe er als Pfarrer von vielen Menschen lernen können, wie sie ihren Glauben leben. Demgegenüber könne er jedoch auch diejenigen nicht verschweigen, die er nicht mehr habe erreichen können, die dem Glauben gegenüber gleichgültig geworden waren. Dies habe ihm aufgezeigt, dass auch Pfarrer ihre Grenzen haben, so Dieter Zitzler. Dabei betonte er, dass er jedoch mit einigen, die aus der Kirche ausgetreten seien, dennoch interessante Gespräche geführt habe.

Doch den vielen Menschen, die sich im Glauben von ihm haben mitnehmen lassen, denen er nicht nur als Pfarrer oder Dekan, sondern auch als Seelsorger habe zur Seite stehen können, die werde er alle in seiner neuen Wirkungsstätte sicherlich nicht vergessen. „Es war mir eine große Ehre, hier sein und mit Ihnen allen über 16 Jahre den christlichen Glauben leben zu dürfen.“

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Mit großem Respekt begegnet

Nach dem Ende des feierlichen Gottesdienstes, musikalisch gestaltet vom Musikverein Donauklang Höchstädt-Blindheim, erinnerten Helmut Gerstmayer und Silvia Kaltenstadler in ihrer gemeinsamen Ansprache an das Wirken des Menschen und Pfarrers Dieter Zitzler. So habe er beim Antritt seiner Pfarrstelle viel Unruhe und Unaufgeräumtes angetroffen, was er jedoch mit großem Engagement angenommen habe. „Dabei zeigten Sie immer großen Respekt im Umgang mit Ihren Ansprechpartnern“, so Gerstmayer. Darüber hinaus sei es Zitzler wichtig gewesen, gerade als Seelsorger und Pfarrer nicht Aktionismus zu zeigen, fügte Kaltenstadler hinzu. „Sie waren darauf bedacht, dass Ihr Handeln Früchte trägt und dass nicht nur Sie als Pfarrer, sondern wir alle Kirche sind“, so die beiden in ihrem gemeinsamen Schlusswort.

Anschließend dankten Bürgermeister Jürgen Frank aus Blindheim und sein Schwenninger Amtskollege Reinhold Schilling Pfarrer Zitzler für die gute Zusammenarbeit, wenn es Schnittstellen zwischen politischer und Kirchengemeinde gab.

Lesen Sie das große Interview zum Abschied mit Dieter Zitzler:

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