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Hausnheim

16.07.2018

Musik der Welt und die Bayern-Hymne

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Beim Jubiläumskonzert im Haunsheimer „Koarastadl“ feierte der Gesangverein Liedertafel unter der Leitung von Heidrun Krech-Hemminger sein 115-jähriges Bestehen. Zum Abschluss der Veranstaltung sangen alle gemeinsam die Bayern-Hymne.

Wer behauptet, dass die virtuelle Welt des digitalen Zeitalters alle Kunst, Kreativität und Fröhlichkeit auf dem Lande infrage stellt, kann in Haunsheim sein Urteil korrigieren.

Beim Jubiläumskonzert des Gesangvereins „Liedertafel“, des Musikvereins und der Markus-Schmid-Band hatten die Besucher im restlos gefüllten „Koarastadl“ reichlich Gelegenheit, das künstlerische, kreative und fröhliche Engagement der Sänger und Instrumentalisten zu bestaunen.

Gefeiert wurde das 115-jährige Bestehen des Gesangvereins. Dabei verdeutlichte der Auftritt der Liedertafel, der Musikvereinskapelle und der Band, dass die Vielfalt musikalischen Lebens in ein und demselben Ort nicht von Rivalitäten belastet sein muss. Im Gegenteil: Das reichhaltige Programm, gestaltet auf hohem Niveau, war ein überzeugender Ausdruck kooperativer Gemeinsamkeit. Auch deshalb fand schon die Auftakt-Polka „Grüß Gott, ihr Freunde“ stürmischen Beifall, wohl auch wegen der Textzeile „Es ist so schön bei uns“. Die Atmosphäre der musikalisch ausgedrückten Harmonie genossen auch zahlreiche Ehrengäste, die von der Liedertafel-Vorsitzenden begrüßt wurden. Elke Rieß erinnerte daran, dass der Gesangverein einst als reiner Männerchor gegründet wurde. Heute gehört er zu den bekanntesten vierstimmigen Ensembles im Landkreis.

Vitalität und Variabilität überzeugten

Die imponierende Vitalität und Variabilität der Vortragsfolge war zu einem guten Teil den beiden Dirigenten des Abends zu verdanken. Als Chorleiterin gab Heidrun Krech-Hemminger dem Gesangverein Gelegenheit, seine vokale Kraft und Innigkeit, aber auch seine Stilsicherheit bei der Umsetzung nostalgischer Ohrwürmer und modern rhythmisierter Werke zu demonstrieren. Die Dirigentin begleitete mehrere Vorträge mit dem Spiel auf der Violine und auf der Melodika. Grandios gestaltete sie die Führungsmelodie im „Second Waltz“ von Schostakowitsch. Uwe Kaipf bewies, dass die Bläserinnen und Bläser des Musikvereins die unterschiedlichsten Kompositionen mit eindrucksvoller Präzision vorzutragen wissen. Kontraste und thematische Dialoge zwischen den instrumentalen Gruppen wurden souverän zum Ausdruck gebracht, mühelos bewältigt wurden aber auch die Anforderungen russischer, amerikanischer, böhmischer und deutscher Musiktradition. Und Uwe Kaipf war zugleich Moderator des Abends. In perfektem Hochdeutsch führte er mit informativen Werkdetails, mit Charme und Humor durch das Programm.

Die Zuhörer schunkelten, klatschen und sangen begeistert mit

Die Band mit Markus Schmid (E-Piano), Alfred Philipp (E-Gitarre), Norbert Bender (E-Bass) und Harald Hemminger (Schlagzeug) bestimmte bei vielen Stücken als Partner von Chor oder Kapelle die rhythmische Brillanz. Da war es kein Wunder, dass sich die Zuhörerschaft gemäß der jeweiligen musikalischen Stimmungslage zum Schunkeln, Klatschen und Mitsingen animiert fühlte. Es war ja auch gar zu schön, an einem einzigen Abend vom „Griechischen Wein“ des Udo Jürgens zur „Barbar’ Ann“ der Beach Boys und vom „Kaiserin-Sissi“-Marsch zu Humperdincks „Abendsegen“ geführt zu werden. Swing und Marsch, Polka und Folk Dance verbanden sich in diesem Programm zu einer kontrastreichen Einheit der Lebenslust und der musikalisch inspirierten Fröhlichkeit. Da war es nur konsequent, dass die gemeinsam gesungene „Bayern-Hymne“ zum Abschluss wie ein machtvoller Choral glücklicher Menschen wirkte.

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