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Konzert

20.12.2016

Musikalisch die Herzen erwärmt

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Das Quartett „Za´ll Viert“ darf bei den Binswanger Chorkonzerten nicht fehlen.

Stilvoll endete das Festjahr zum 125-jährigen Bestehen des Männergesangvereins

Glanzvoll war jetzt das vorweihnachtliche Konzert mit dem Männerensemble Binswangen-Höchstädt, das zusammen mit anderen musikalischen Gruppen in der Alten Synagoge auftrat und sein 125. Festjahr beendete.

Um den Nachwuchs muss es dem Verein nicht bange sein. Die ganze Singgemeinschaft erwärmt gerade in der Vorweihnachtszeit im Dorf die Herzen und wird auch darüber hinaus geschätzt.

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ hat Friedrich Nietzsche einmal gesagt. Die Worte lassen sich wohl auch auf den Gesang ausdehnen, ohne die Autorengedanken zu verfälschen. Das Publikum erlebte ein kurzweiliges Programm mit vielen heiteren und auch nachdenklichen Elementen so wenige Tage vor Weihnachten in einer stimmungsvollen Zeitspanne.

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Mit der festlichen Intrade von Melchior Franck tat sich das Blechbläserensemble unter Leitung von Robert Brandelik gleich zu Konzertbeginn hervor und fügte später noch glanzvoll Prelude und Caprice des amerikanischen Komponisten Frank D. Cofield hinzu. „The Earl of Oxford’s Marche“ krönte eindrucksvoll den Auftritt der Blechbläser.

Das Männerensemble bereicherte den Abend mit chorischen Perlen. Unter der Stabführung von Anton Kapfer lieferten die Mitglieder des Klangkörpers mehr als nur eine routinierte Kostprobe ihres Könnens ab. Sie demonstrierten ihre Stimmbildung, ihre Disziplin und Kontinuität sowie ihre offensichtlich ungebrochene Sangesfreude. Mit „Wachet auf ruft uns die Stimme“ und dem traditionellen „Macht hoch die Tür“ erfreuten die Sänger das Publikum in der Synagoge in diesen Tagen vor Weihnachten. Besonders die modernen Gesangselemente „My Lord, what a morning“ und das beliebte Negro Spiritual „Kum ba yah, my Lord“ gefielen dem Publikum. Aber auch anspruchsvolle Kompositionen von Bach und Händel präsentierte der Männerchor einem begeisterten Auditorium. Die Musiklehrerin Maria Fey begleitete die Sänger einfühlsam am Flügel.

Der Kinder- und Jugendchor gibt den Konzerten des Gesangvereins Binswangen stets eine fröhliche Note. Die Kleinen werden nicht nur von ihren Eltern begeistert beklatscht. Wenn sie „Rudolph, das kleine Rentier“ besingen oder „Gott, du schenkst uns bunte Farben“ erklingen lassen, gibt es in der Synagoge strahlende Gesichter. Die Kinder werden ja auch von Melanie Spiegler liebevoll fit gemacht für ihren jeweiligen Auftritt.

Träte das beliebte Quartett „z’all Viert“ nicht auf, würde bei den Konzerten wirklich etwas fehlen. Sonja Rupp, Melanie Spiegler, Johannes Stallauer und Anton Rupp jun. haben nichts von ihrem Spaß am Singen verloren. Mit „Advent ist ein Leuchten“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ geben sich die jungen Leute traditionell, um dann mit „Mister Santa“ heiter Amerikanisches zu servieren. Stefanie Goldstein lässt beim Konzert mit dem königlichen Instrument Harfe aufhorchen. Die wundersamen zarten Klänge passten so recht zur vorweihnachtlichen Atmosphäre in der Synagoge und ließen das Publikum ganz leise verharren.

Wenn am Ende Instrumentalisten, Sänger und Besucher das strahlende „Tochter Zion“ gemeinsam erklingen lassen, kann sich der Vorsitzende des Gesangvereins, Hubert Kapfer, nur noch für eine tolle Gemeinschaftsleistung bedanken.

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