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Musik

10.04.2014

Musikalische Stunde mit ernstem Charakter

Das Männerensemble Binswangen-Höchstädt genießt unter den Chören im Landkreis Dillingen und darüber hinaus einen guten Ruf. Anton Kapfer hat als Chorleiter dem Klangkörper seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt. Im Bildvordergrund Mitglieder des Bläserensembles des Musikvereins Binswangen.
Bild: Ruf

Viele Besucher beim Passionskonzert des Gesangvereins Binswangen in der Synagoge

Das Konzertprogramm war von weihevollem Ernst getragen. Der Gesangverein Binswangen konnte für seine vorösterliche Veranstaltung in der Synagoge viele Besucher in historischem Ambiente begrüßen. Das Passionskonzert, das eine jahrelang gepflegte Tradition war und nun wieder auflebte, bot barocke Bläsermusik eines Bläserensembles des Musikvereins Binswangen genauso wie eindrucksvolle Klänge des Streicherensembles der Orchestervereinigung Höchstädt, andächtig-gefühlvolle Beiträge eines gemischten Gesangsensembles und vielgestaltige Chorsätze verschiedener Musikepochen, geboten vom Männerensemble Binswangen-Höchstädt.

Eine gute Wahl getroffen

Die Passionszeit christlicher Prägung hat nichts mit den profanen Traditionen und Bräuchen zu tun, die die bunten Eier in den Gärten und die Schokoladenhasen in den Supermärkten signalisieren. Vielmehr ist sie eine Zeit der Besinnung und Hinlenkung auf das Leiden Christi aber auch auf die spätere triumphale Auferstehung Jesu. Wer ein Vertiefen in diese Gedankenwelt wollte, der hatte mit dem Besuch des Passionskonzertes in Binswangen eine gute Wahl getroffen.

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Das Bläserensemble unter der Leitung von Konrad Bühler schuf mit der Fanfare Rondeau von J. Mouret den stimmungsvollen Auftakt. Drei junge Frauen und vier Männer gehören der Gruppe an, die das musikalische Leben in Binswangen mit viel Verve abrunden. Der prägende Charakter der Konzertveranstaltung blieb dem Männerensemble des Gesangvereins Binswangen vorbehalten, das unter der Leitung von Anton Kapfer immer wieder zu gesanglichen Höhenflügen anhebt. Viel Probenarbeit verrieten unterschiedliche Beiträge aus dem reichen Schatz von Passionssätzen. „Zeiten der Ruhe“ von Lorenz Maierhofer, das „Pilatuslied“ von Walter Hensel, bei dem Anton Kapfer und der junge Johannes Stallauer als Solisten fungierten, ließen die Besucher aufhorchen. „Hebe deine Augen auf“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde von den Sängern tiefsinnig und anrührend interpretiert.

Für ein abwechslungsreiches Programm sorgten die Beiträge der Orchestervereinigung Höchstädt unter der Leitung von Werner Bürgle. Mit Polonaise I – Menuett I und Polonaise II aus dem „Notenbüchlein“ von Anna Magdalena Bach stimmten die Musiker unter der Leitung von Werner Bürgle auf die vorösterliche Zeit ein, die nach der Passion schon das Leuchten der Auferstehung Christi ahnen lässt. Mit dem Andante c-Moll von Joseph Haydn bereitete die Orchestervereinigung den Zuhörern offensichtlich eine besondere Freude.

Der Auftritt des gemischten Gesangsensembles mit Marianne Rieder, Gabriele Winter, Ulrike Wurm, Anton Rupp jun. und Anton Kapfer fügte dem Konzert einen Glanzpunkt hinzu. Zusammen mit der Orchestervereinigung gestaltete die Gruppe mit „Christus factus est“ von Anton Bruckner sowie dem „Ave verum“ von W. A. Mozart stark beachtete Beiträge. Mit „Herr, bleib bei mir“ von Wolfgang Lüderitz verabschiedeten sich die einzelnen Programmgestalter gemeinsam von einem dankbaren und tief beeindruckten Publikum. Der Vorsitzende des veranstaltenden Gesangvereins Binswangen, Hubert Kapfer, freute sich im Namen der Sänger und Musiker über den lang anhaltenden Applaus in der Synagoge.

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