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Serenade

07.06.2019

Musikverein Wittislingen reist um die Welt

Dirigentin der Stammkapelle Bianca Hergöth und ihre Musiker auf der ersten Etappe ihrer Reise. Das Konzert lockte rund 250 Zuhörer in den Hof des Klosters Maria Medingen.
Bild: Gisela Ott

Im Hof des Klosters Maria Medingen präsentierten die Gruppen des Vereines Lieder aus ganz unterschiedlichen Teilen der Erde

Vor traumhafter Kulisse im blühenden Klosterhof von Maria Medingen wurde die diesjährige Serenade des Musikvereins Wittislingen von seinen Nachwuchsorchestern „Die jungen Egau Kids“ und „Die Junge Egautaler“ eröffnet. Unter der Leitung von Angela Pflüger begrüßten sie die rund 250 Gäste an diesem warmen Sommerabend mit dem mitreißenden Konzertmarsch „Transformers“ und zeigten anschließend neben der flotten Polka „Emoji“ besonders mit dem Nummer-eins-Hit von Queen, „Bohemian Rhapsody“ ihr vielseitiges Können und erhielten dafür großen Applaus.

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Nachdem die Musiker der Stammkapelle ihre Plätze eingenommen hatten, übergab Jugendleiterin Katharina Schaudi, die die Stücke der Nachwuchsmusiker anmoderierte, das Mikrofon an Benedikt Decker. In gewohnt charmanter Art führte er humorvoll durch den Abend. Im typischen Flugbegleiter-Slang bat er die Gäste sich anzuschnallen, entspannt zurückzulehnen und die musikalische Reise um die Welt mit der Crew des Musikvereins Wittislingen und ihrer Pilotin, Dirigentin Bianca Hergöth, zu genießen. Mit dem ersten Stück „Around the World in 80 Days“, einer anspruchsvollen Komposition im filmmusikähnlichen Stil von Otto M. Schwarz, ließen sie den bekannten Abenteuerroman von Jules Vernes vor dem inneren Auge erscheinen. Die Glocken des Big Ben, das Rattern der Eisenbahn, indische Elefanten, schießende Cowboys und das Dröhnen eines Dampfers beschrieben musikalisch die Reisestationen.

Mit dem festlichen Stück „Marsch der Soldaten des Robert Bruce“, Seite an Seite gespielt mit Musikern des Spielmannszugs Gundelfingen, wurde der nächste Halt in Schottland gemacht, bevor es dann mit dem lässig-lockeren Swing-Medley „Frank Sinatra Classics“ über den großen Teich nach New York ging. Nach der kurzen Pause setzte der Serenaden-Flieger seine Reise fort. Mit der gelungenen Blasmusik-Version des Toto-Klassikers „Africa“ fühlte man sich in die kultigen 80er zurückversetzt und spürte bei „Komm ein bisschen mit nach Italien“, „Marina“ und „Azzurro“ das Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre und dem deutschen Sehnsuchtsland Italien dieser Zeit nach. Brachten diese Stücke das Publikum schon zum Mitwippen und -summen, wurde bei einer der heimlichen Hymnen Österreichs, dem „Radetzkymarsch“, begeistert mitgeklatscht. Von Österreich aus um die halbe Erdkugel, war nun Japan das nächste Ziel. Diese Gegensätze wurden vom Konzertstück „Tokyo Adventure“ fesselnd und kontrastreich eingefangen und von den Musikern in allen musikalischen Facetten gekonnt präsentiert. Mit „Wo die Wolga fließt“, einem Medley bekannter russischer Melodien, ging die Fahrt mal melancholisch, mal temperamentvoll gen Westen, Richtung Heimat. Die romantische Polka „Böhmische Liebe“ gesungen von Isabell Leippert und Rainer Thanel, traf zum Schluss mitten ins Herz. Begeisterter Applaus belohnte die Interpreten für eine ansprechende und berührende Serenade.

Die Veranstaltung bot den feierlichen Rahmen für Ehrungen junger Musiker zu bestandenen D1- und D2-Bläserprüfungen. Außerdem wurde Vorsitzender Paul Seitz für seine Tätigkeit als Vereinsvorsitzender vom Bezirksvorsitzenden des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, Josef Werner Schneider, gewürdigt. (pm)

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